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Nach 17 Jahren hauptberuflicher politischer Tätigkeit endet am 31.5.2022 mein Landtagsmandat. Ich habe mich entschieden, mit nun 66 Jahren nicht noch einmal für eine Legislatur zu kandidieren. Die letzten fünf Jahren war noch einmal voller Herausforderungen und ich freue mich, dass es gelungen ist, mit grüner Politik auch im wichtigen zentralen landespolitischen Feld der Bildung zu überzeugen. Viele Gespräche und Vorort-Besuche haben meine Arbeit sehr bereichert und immer wieder neue Impulse gegeben. Dass es gelungen ist, gerade im landespolitischen Feld der Bildung Vertrauen zu gewinnen, das freut mich sehr.

Ich baue darauf, dass das Engagement und die Leidenschaft für Bildung nicht nachlässt, um die Demokratiebildung in den Schulen und die politische Bildung in allen Bereichen zu stärken. Das muss eine Priorität sein. Bei aller Freude über ein großartiges grünes Wahlergebnis, die Einbrüche in der Wahlbeteiligung lassen mir keine Ruhe.

Gerade, wenn es um gelebte Demokratie geht, ist mir die Petitionsarbeit ein Herzensanliegen gewesen. Nirgend erfahren Abgeordnete so hautnah in der parlamentarischen Arbeit, wie gesetzliche Regelungen oder behördliches Handeln in den Lebensalltag eingreifen, wo Frustration entsteht. Nirgends können Abgeordnete Menschen direkter helfen und die Früchte ihrer Arbeit sehen. Dabei sind es nicht nur die Fälle, die öffentlich Aufsehen erregt haben, wie z.B. das Zurückholen der Schülerin, die aus dem Unterricht heraus nach Nepal abgeschoben wurde oder das zweijährige Ringen um eine Familienzusammenführung, damit ein Kleinkind zu seiner Familie einreisen darf. Es sind auch die vielen leisen Einzelfälle, jeder mit eigener, häufig anrührenden Geschichte, die im Gedächtnis bleiben. Sie sagen mehr als die Statistik, mehr als die Zahl von 3865 Petitionen, die ich bearbeiten durfte, davon 1442 in ausführlichen Erörterungsterminen.

Häufig genug waren es auch Schulpetitionen. Häufig genug ging es dabei um die Umsetzung des Rechts auf inklusive Bildung. Immer wieder wurde deutlich, dass das Kind sich einem System anpassen soll und nicht nach Wegen gesucht wird, dem einzelnen Kind gerecht zu werden. Dass es dann doch in der Regel Lösungen gab, zeigt, dass es geht, wenn Mensch es will.

Es war mir eine Ehre, im Landtag von Nordrhein-Westfalen arbeiten zu dürfen, immer verbunden mit dem Auftrag, etwas für die Menschen in unserem Land bewegen zu können. Mein Dank gilt allen, die mir dafür Rückhalt gegeben haben. Es ist ein Privileg, das in einer parlamentarischen Demokratie tun zu dürfen und beileibe nicht selbstverständlich wie wir gerade wieder schmerzlich realisieren müssen.

Ihre/Eure