08.02.2021

Streit um Missbrauchsgutachten

Zu den Vorgängen im Erzbistum Köln, der Rolle und Verantwortung von Kardinal Woelki nimmt die religionspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Sigrid Beer, Stellung:

„Die Missbrauchsverbrechen sind für die Opfer verheerend. Dass die schonungslose Aufklärung offenbar behindert wird, vertieft Traumatisierungen bei den Betroffenen und trifft die Gemeinden und engagierte Christinnen und Christen, die sich mit solchen Vorgängen nicht mehr abfinden wollen, ins Mark. Auch mit den aktuellen Bekundungen schafft es Kardinal Woelki nicht, Boden zu gewinnen.

Der Schaden, den Kardinal Woelki anrichtet, beschränkt sich längst nicht mehr auf das Bistum Köln. Neben anderen katholischen Bistümern wirkt sich sein Verhalten auf die Wahrnehmung von Kirche allgemein aus. Und das trifft dann z.B. auch die evangelische Kirche. Das Vertrauen in kirchliche Prozesse und Repräsentanten wird nachhaltig erschüttert. Das zeigt die Revolte, die ihm jetzt begegnet. Kardinal Woelki hat schon im Zusammenhang des Synodalen Wegs Destruktion gezeigt. Er ist zur Belastung eines aufgeklärten und kritischen Christentums geworden. Mit einem Verweis auf ein neues Gutachten ist es nicht getan. Beide Gutachten müssen der Öffentlichkeit nebeneinander komplett vorgelegt werden.“

 

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