Stellenkürzung in den Häusern der offen Tür gehören vom Tisch

„Die geplanten Stellenkürzungen beim HOT Borchen und Hövelhof grenzen an groben Unfug“, kritisiert Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW, das Vorhaben des Kreises.

„Überall werden die Auswirkungen der Pandemie für Kinder und Jugendliche diskutiert und gerade die Bedeutung der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit wird betont. Der Kreis hat aber offensichtlich nichts Besseres zu tun, als den Rotstift genau dort anzusetzen. Allseits wird betont, wie wichtig die Unterstützung für Kinder und Jugendliche ist. „Jugendliche dürfen in einer mehr als einjährigen einschneidenden Phase der Pandemie nicht nur als Schülerinnen und Schüler gesehen werden. Kinder und Jugendliche brauchen Treffpunkte und ein gutes, niedrigschwelliges Angebot. Es geht darum, die ganzheitliche Entwicklung junger Menschen in den Blick zu nehmen. Kinder und Jugendliche brauchen Ansprechpartner, denen sie vertrauen und Freiräume, in denen sie sich wieder erproben können – außerhalb von Leistungsbewertungen.  Das alles bietet die Offene Kinder und Jugendarbeit verlässlich.

Ein Mangel an Austausch außerhalb der Schule kann bei Kindern und Jugendlichen zu erheblichen kognitiven, emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen führen. Das wurde diese Woche noch in einer Anhörung im Landtag von der „Arbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW“ in einer Stellungnahme deutlich gemacht.

Landrat Rüther dürfte bekannt sein, dass die Bundesregierung das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in Höhe von zwei Milliarden Euro aufgelegt hat. Zur Umsetzung dieses Programms werden alle Strukturen in der außerschulischen Jugendarbeit gebraucht. Ein inhaltliche Fokussierung auf die zu erwartende Programmlinie kann zur Stärkung der Arbeit in den Häusern der offenen Tür genutzt werden anstatt sie zu demontieren.“



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