Beer: Ein schulscharfer Sozialindex ohne zusätzliches Personal ist eine Nebelkerze

Zur Vorstellung des Konzepts eines schulscharfen Sozialindexes, erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW:

„Ein zielgerichteter Sozialindex ist richtig, funktioniert aber nur wenn zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Der jetzt von Schulministern Gebauer vorgestellte Index verteilt faktisch nur vorhanden Stellen neu. Die Schulen müssen also die Unterstützung aus den bisherigen Stellenkontingenten decken. Damit wird das neue Instrument zu einem Potemkinschen Dorf. Es schafft neue Ungerechtigkeiten, wenn ausgerechnet die Schulen Stellen untereinander abgeben müssen, denen bislang schon große Herausforderungen attestiert wurden. So werden z.B. Integrationsstellen oder Stellen gegen Unterrichtausfall neu verteilt.

Ohne zusätzliches Personal geht es nicht und da liefert die Ministerin nicht.

Ministerin Gebauer hat es versäumt Lehramtsstudierende ebenso wie Künstler, Handwerker oder Jugendarbeiter für die Schulen zur Unterstützung zu gewinnen, um Ressourcen aufzustocken. Das wäre insbesondre in der pandemischen Situation dringend notwendig. Allein im vergangenen Jahr sind mehr als 266 Millionen Euro wegen unbesetzter Stellen an das Finanzministerium zurückgeflossen, die für Stellenkontingente vorgesehen waren. Diese Mittel müssen für die Schulen jetzt beim Sozialindex genutzt werden, sonst bleiben die Reden von mehr Bildungsgerechtigkeit reine Nebelkerzen.“

 

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Hanna Marlena Sander

Pressereferentin

 

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