Beer: Politik wird Wirtschaft untergeordnet

Zur Ankündigung von Ministerin Gebauer, ein neues Fach Wirtschaft an allen weiterführenden Schulen einzuführen, erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Entgegen der Ankündigung, dass das neue Fach nicht zu Lasten der politischen Bildung gehen soll, geschieht genau das beim genaueren Hinsehen. Anstatt die politische Bildung und die Demokratiebildung zu stärken, wird überall das Fach Wirtschaft an die erste Stelle gesetzt. Lernbereiche werden tiefgreifend umstrukturiert.  
In der Realschule werden die heutigen Wahlpflichtfächer „Politik/ökonomische Grundbildung“ und „Sozialwissenschaften“ durch Wirtschaft ersetzt. Das wird durch einen Abbau des Politikunterrichts erkauft.  Wie sehr das Vorgehen von Ministerin Gebauer ideologisch geprägt ist, zeigt sich schon an der Umbenennung des Fachs „Politik/Wirtschaft“ in „Wirtschaft-Politik“ am Gymnasium. Der Lernbereich Arbeitslehre an Gesamtschulen wird auch dem neuen Prinzip geopfert. Die Zukunft der Fächer Technik und Hauswirtschaft, bisher für viele Schülerinnen und Schüler im Schwerpunkt anwählbar, bleibt im Nebel. Ernährungs- und Verbraucherbildung wird somit auch bewusst zurückgefahren.“

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Jennifer Hüttenhölscher

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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