„Paderborn: Im Fußball Spitze – im Internet nur Mittelfeld"

Während Paderborn im Fußball an der 1. Liga zumindest kräftig schnuppert, gilt das nicht für das Internetangebot der Stadt Paderborn. Hier spielt Paderborn gerade einmal  im Mittelfeld.

Die Grüne Fraktion im Landtag NRW hat mit Open-Data-Experten die Homepages aller 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen getestet. Ziel war es, gute Beispiele für Bürgerservice zu finden, damit andere Kommunen davon profitieren können.

Paderborn schaffte es mit 15 Punkten NRW-weit nur auf Platz 161. Das Ratsinfosystem, inzwischen in fast in allen Kommunen Standard, könnte deutlich in Sachen Bürgerfreundlichkeit und Nutzungsmöglichkeiten verbessert werden. Barrierefreiheit ist Fehlanzeige. Auch wird keine andere Sprache angeboten. Selbst Hövelhof und Salzkotten sind mit 17 und 16 Punkten besser platziert als Paderborn. Das beste Ergebnis im Kreis Paderborn erreicht Delbrück mit 21 Punkten auf Platz 28 der Rangliste.

Besonders schade,  dass Paderborn im Vergleich mit anderen Universitätsstädten am unteren Tabellenende landet. Spitzenreiter ist Bonn mit 34 Punkten – Paderborn hat die Laterne. Für den Standort der Universität in der Informationsgesellschaft ist das nicht schmeichelhaft.

Die Grünen wollen den digitalen Wandel für alle nutzbar machen. Eine vergleichbare Bestandsaufnahme der Online-Angebote in den Kommunen hat es bisher noch nicht gegeben. Insgesamt betrachtet, ist die Digitalisierung sehr unterschiedlich weit vorangeschritten. Wir hoffen, dass viele Kommunen von den Anregungen profitieren können.  Gesamtsieger des Tests wurde die Stadt Bonn, die ein beispielhaftes Anliegen-Management für die Bürgerinnen und Bürger bietet, außerdem können in Bonn sehr viele Verwaltungsvorgänge online erledigt werden. Bonn stellt aktiv und sehr umfassend Daten zur Verfügung.

Die gesamten Ergebnisse und der Fragebogen stehen allen zur Verfügung unter www.gruene-fraktion-nrw.de/online-check

Für die Stadt Paderborn sollte in Sachen Internet gelten, was der SCP gerade vormacht: Es geht nach oben.“

Sigrid Beer am Notebook


Auswertung

Gesamtranking


Zur Einordnung der Gesamtpunktzahl:

Vorbildlich: Mehr als 30 Punkte

Sehr gute Angebote: 25-30 Punkte

Gut aufgestellt: 20-25 Punkte

Ausbaufähig: 15-20 Punkte

Stark verbesserungsbedürftig: 10-15 Punkte

 

Gute Beispiele für online-Angebote


Gelsenkirchen: Anliegen-Management

Das Angebot besteht nicht nur aus einem Kontaktformular, sondern jeder kann mitverfolgen, ob andere Bürgerinnen und Bürger bereits denselben Mangel gemeldet haben und wie der Stand der Bearbeitung ist.

http://www.gelsenkirchen.de/de/Rathaus/Formulare/gemeldet.asp


Olpe: Urkunden bestellen

Die Stadt Olpe bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sämtliche Urkunden online zu bestellen – von der Geburtsurkunde bis zur internationalen Eheurkunde. Dieses Angebot gibt es bisher in nur wenigen Kommunen.

http://olpe.de/index.phtml?La=1&sNavID=1851.263&mNavID=1851.18&object=tx|1851.650.1&kat=&kuo=1&sub=0

 

Moers: Open Data

Es gibt bisher fünf Open-Data-Städte in Nordrhein-Westfalen: Bonn, Köln, Münster, Wuppertal und Moers. Als ein Beispiel stellen wir das Portal von Moers vor, in dem sämtliche Informationen bereitgestellt werden – von Geodaten bis zur nächsten Straßenbau-Maßnahme.

http://www.offenedaten.moers.de/

 

Bonn: Bürger-Haushalt

Die Stadt macht gute Erfahrungen mit diesem Angebot, bei dem Bürgerinnen und Bürger eigene Haushaltvorschläge auch online in die Diskussion einbringen.

www.bonn-packts-an.de.

 

Leverkusen: Web-Design

Die Stadt Leverkusen hat im Vergleich zu anderen Kommunen ein technisch außergewöhnlich gutes Web-Design. Die Darstellung passt sich der Bildschirmgröße an, der Auftritt ist damit perfekt auch für Smartphones geeignet.

http://www.leverkusen.de/

 

Bonn: Anfrage in Gebärdensprache stellen

Gehörlose Menschen können in Bonn sogar eine Anfrage in Gebärdensprache auf der Homepage der Stadt als Video aufnehmen und an die Verwaltung schicken.

http://www.bonn.de/service/kontakt/anfrage_gebaerdensprache/index.html

 

Bielefeld und Duisburg: App zur Lebensmittelkontrolle

Die beiden Städte setzen die App zurzeit als Pilotprojekt mit der Verbraucherzentrale ein. Damit werden erstmals interne Daten der Lebensmittelüberwachung öffentlich gemacht. Für die Kommunen ist das Neuland und bisher bundesweit einzigartig.

http://www.vz-nrw.de/mediabig/225447A/index.html

 

Mit freundlichen Grüßen

Vera Esders

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Vera Esders

Büro Sigrid Beer MdL

Referentin für Petitionen

 

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW

Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf

 

Tel.:    0211 - 884 2603 

Fax:    0211 - 884 3517

vera.esders@remove-this.landtag.nrw.de

 

www.sigrid-beer.de

 

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