„Was oder wer reitet die Volksbank?!“

fragt Sigrid Beer, parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion mit Blick auf die Einmischung der Volksbank auf das in Kürze beginnende Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen.

„Der Rat in Delbrück beschließt nach einem intensiven Prozess, das Schulsystem zukunftsfähig aufzustellen. Der Rat hat aus gutem Grund beschlossen, Hauptschule und Realschule auslaufen zu lassen. Es soll ein attraktives Zwei-Wege-Modell G8/G9 etabliert werden. Alle Schulabschlüsse, auch der mittlere Schulabschluss, können vor Ort erworben werden. Niemand muss sich vorzeitig entscheiden, welche Schullaufbahn die Richtige ist. Die Bildungslaufbahn der Kinder wird so lange offen gehalten wie notwendig. Die Eltern geben in der Befragung eine überwältigende positive Rückmeldung zur Gesamtschule. Und es interessieren sich auch jetzt schon Eltern z. B. aus Hövelhof für die neue Schule.

Was reitet nun die Volksbank, sich zum Handlanger von Fehlinformationen an Eltern zu machen? Eine fahrlässige Vorgehensweise. Es gibt kein doppelgleisiges Anmeldeverfahren.

Will die Volksbank mit einer zukünftigen Gesamtschule nicht zusammenarbeiten, wenn sie sich vorab gegen diese Schule positioniert? Welche Rolle spielt die Schulleitung der Realschule in der Aufführung? Alle wissen, die Gesamtschule kommt nach Delbrück-Mitte. Eine zweizügige Realschule ist fachlich und schon gar nicht in Westenholz eine Option für Eltern.

In welche Situation bringen die Verantwortlichen aus Realschule und Volksbank Eltern mit ihrer Aktion? Eltern, die sich auf das Spielchen einlassen, riskieren am Ende, ohne Schulplatz in Delbrück dazustehen. Anstatt Eltern zu ermuntern, die neue Schule nach Kräften zu unterstützen und sich in der Schule einzubringen, versuchen sie Eltern auf Distanz zu bringen. Sie gaukeln vor, am Ende könnten sie ja halbherzig umschwenken. Mit welcher Einstellung sollen denn die Schülerinnen und Schüler ihre neue Schule besuchen?

Um beste Bildung vor Ort für alle Kinder kann es bei der Aktion also nicht gehen. Es ist vielmehr rückwärtsgewandte Schulformpolitik. Die neue Gesamtschule wird die Stärken der bisherigen Haupt- und Realschule in ihr Konzept einbinden und erweitern. Und sie ist auch die Zukunft für die Kolleginnen und Kollegen.“

 

Sigrid Beer MdL

Parlamentarische Geschäftsführerin

Schulpolitische Sprecherin

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