Kirchturmdenken in der Schulpolitik ist vorbei

25.03.2011

DERWESTEN

Nicht nur die Struktur, sondern auch die Qualität der Bildung stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Hauptschule Herdecke.

Gäste aus dem gesamten EN-Kreis nahmen an der Veranstaltung teil, zu der die Herdecker Ratsfraktion von B’90/Die Grünen eingeladen hatte. Darunter MdL Sigrid Beer (Grüne), Heiko Müller, Leiter des Herdecker Schulamts, und Uli Winkelmann, Sozialpädagoge und Lehrer an der Hauptschule Niedersprockhövel und Mit-Initiator der Gemeinschaftsschule Sprockhövel.

Die Probleme rückläufiger Schülerzahlen machen auch vor Wetter und Herdecke nicht halt. Schulamtsleiter Müller legte Prognosen und Zahlen vor, wonach es beispielsweise für die Hauptschule in Herdecke derzeit nur neun Anmeldungen gibt. Damit kann keine Eingangsklasse mehr gebildet werden. Diese, wie auch die Zahlen aus anderen Städten des Kreises wurden als deutlicher Hinweis gesehen, dass die Zeit des Kirchturmdenkens vorbei sei.

Uli Winkelmann zeigte anhand seiner Erfahrungen mit dem unvollendeten Aufbau der Gemeinschaftsschule Sprockhövel auf, dass gerade dieses Kirchturmdenken einer der Stolpersteine in Sprockhövel gewesen sei. „Es braucht nicht nur eine frühzeitige und Städte übergreifende Schul-Planung. Auch die Wünsche der Eltern müssen direkt mit einbezogen werden“, sagte Winkelmann. An der Ganztagshauptschule Sprockhövel, so gestern Schulleiterin Christiane Albrecht, lagen bis Freitag 34 Anmeldungen vor.



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