Düsseldorf kippt Gemeinschaftsschule

22.01.2011

Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Altenbeken setzt auf erneuten Anlauf zum Schuljahr 2012/2013

Altenbeken (my). Enttäuschung gestern in der Eggegemeinde: Bei den ersten 17 Gemeinschaftsschulen, die zum Sommer 2011/2012 im Land in Betrieb gehen, ist Altenbeken nicht dabei. Gemeinsam mit einer Schule aus Köln blieb die Eggegemeinde auf der Strecke.

Eine Viertelstunde bevor Schulministerin Sylvia Löhrmann die Namen der 17 künftigen Gemeinschaftsschulen bekanntgab, klingelte bei Bürgermeister Hans Jürgen Wessels das Telefon, und ein Mitarbeiter des Düsseldorfer Ministeriums teilte ihm in knappen Worten die Entscheidung mit.

„Eine Begründung liegt uns noch gar nicht vor“, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage der NW. Allerdings hatte man die Gemeinde bei einem Termin im Schulministerium bereits vor einigen Wochen auf die Diskrepanz der realen und der prognostizierten Schülerzahlen hingewiesen.

Für Wessels war das nachvollziehbar. Die Eltern waren früh befragt worden, als bei Weitem noch nicht alle Eltern über die Chancen der Gemeinschaftsschule aufgeklärt waren. „Inzwischen haben sich viele, ursprünglich zögerliche Eltern für die Gemeinschaftsschule entschieden“, sagte Wessels und verwies auf eine „gut besuchte, konstruktive“ Informationsveranstaltung am Donnerstagabend, die ihn „sehr hoffnungsfroh“ gestimmt habe. Leid tut es dem Bürgermeister vor allem um die Eltern, die sich bereits so viel Hoffnung gemacht hatten. Auch das Kollegium hatte bereits viel Zeit und Arbeit in die neue Schulform investiert.

Auch wenn zum Schuljahr 2011/12 die Gemeinschaftsschule in Altenbeken aufgrund der zu erwartenden Anmeldezahlen noch nicht genehmigt werden konnte, ergibt sich jetzt genug Zeit, für das Schulkonzept zu werben und den Boden zu bereiten, dass zum Schuljahr 2012/13 eine ausreichende Schülerzahl die Gemeinschaftsschule in Altenbeken besuchen kann, erklärte gestern Sigrid Beer, schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Wörtlich fügte sie hinzu: „Ich bin mir sicher, dass die attraktive Kooperation mit dem Städtischen Gymnasium in Bad Driburg für weiteres Elterninteresse sorgt.“

Beer riet, jetzt eine Steuergruppe zu bilden, unter Einbeziehung der Altenbekener Eltern und der engagierten Schule, die deutlich macht, dass Altenbeken ein attraktives und höher qualifizierendes Angebot mit der Gemeinschaftsschule erhalten wird. Sicher ist sich Beer über den Ausgang: „Altenbeken erhält seine Chance– entweder über eine schutzgesetzliche Regelung oder über eine zweite Phase im Schulversuch.“

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