Schulpolitik: NRW-CDU gesteht "Fehler" ein

14.10.2010

RP.ONLINE

Die NRW-CDU will künftig stärker auf eine Kooperation von Hauptschulen und Realschulen setzen. Es sei ein "Fehler" der Schulpolitik der vergangenen Jahre gewesen, "zu restriktiv" am dreigliedrigen Schulsystem festzuhalten, sagte Thomas Sternberg, Schulexperte der Landtagsfraktion. Angesichts des demografischen Wandels hätte eine Schulstrukturdebatte geführt werden müssen, sagte Sternberg. Vor allem den Problemen der ländlichen Gemeinden habe die Union "zu wenig Rechnung getragen".

Der Unions-Politiker hält Verbundschulen für eine gute Lösung, um die Schulvielfalt trotz rückläufiger Geburtenraten zu erhalten. Das von Rot-Grün favorisierte Modell der Gemeinschaftsschule lehnte Sternberg ab. Die Schulen seien zu klein, um ihrem Differenzierungsanspruch gerecht werden zu können. Die CDU will die Leitsätze der neuen Schulpolitik bei einem Kongress am 18. Dezember vorstellen. Sigrid Beer, Schulexpertin der Grünen, begrüßte, dass die Union ihre "ideologischen Scheuklappen" ablege.

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