Zum Tag des Ausbildungsplatzes am 29.05.06

Chancen für Ausbildung statt Perspektivlosigkeit in teuren Warteschleifen
Katastrophal und nicht hinnehmbar sind die Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Paderborn und OWL. Dazu Sigrid Beer MdL, Grüne Landtagsabgeordnete aus Paderborn: "In Paderborn suchen noch über 2.500 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. In OWL kommen z. T. auf einen freien Ausbildungsplatz fünf Ausbildungsplatzsuchende. Diese Situation verschärft sich von Jahr zu Jahr. Es muss endlich etwas getan werden. Die Möglichkeiten einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft wurden ausgelotet, die Wirtschaft hat jedoch dabei versagt, das Ausbildungsversprechen für die Jugendlichen einzulösen.“
Die Grünen fordern eine Ausbildungsumlage, die verlässlich dafür sorgt, dass zu Beginn eines Ausbildungsjahres alle Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden. Überdurchschnittlich ausbildende Betriebe würden von der Umlage profitieren. Nur so kann verhindert werden, dass viele Jugendliche entgegen ihren Wünschen in die zahlreichen Berufspraktika, berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen gedrängt werden. Diese Warteschleifen sind nicht nur teuer, sondern frustrieren die Jugendlichen, weil sie dort nur deshalb landen, weil es schlichtweg keinen Ausbildungsplatz für sie gibt.
Sigrid Beer MdL: „Die Landesregierung muss endlich die Möglichkeiten des reformierten Bundesberufsbildungsgesetzes nutzen! Die Länder können regeln, ob und in welchem zeitlichen Umfang Bildungsabschnitte an berufsbildenden Schulen auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Zudem haben die AbsolventInnen vollzeitschulischer Bildungsgänge das Recht auf Zulassung zur Kammerabschlussprüfung. Viele Länder haben Regelungen vereinbart, das Land NRW hat bislang nichts vorgelegt."
Die Grünen im Landtag NRW haben einen umfangreichen Katalog zur Verbesserung des Übergangs von Schule und Beruf und für eine frühzeitige Berufsberatung und Berufsorientierung in den Schulen vorgelegt. Besonders geht es dabei um eine Transparenz aller Fördermaßnahmen und eine bessere Abstimmung zwischen Angeboten der Jugendberufshilfe, der Schulen und Berufskollegs, den örtlichen Agenturen für Arbeit, den ARGEn und den Kammern.

 

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