Mehdorn will auf das Börsenparkett und schiebt dafür den ÖPNV auf das Abstellgleis

Mehdorn will auf das Börsenparkett und schiebt dafür den ÖPNV auf das Abstellgleis
Welches Unternehmen kann sich das schon leisten? Satte Gewinne kassieren, das Angebot empfindlich kürzen, dafür aber die Preise wieder einmal erhöhen! Die Bahn macht dreist vor, welche Unternehmenskultur in Deutschland derzeit praktiziert wird. Die Gestaltung des Paderborner Bahnhofs, die Posse um die Inbetriebnahme der Personenaufzüge sind beredte Beispiele der mangelhaften Kundenorientierung und unternehmerischer Fehlsteuerung. Anstatt dem drohenden Verkehrskollaps auf den Straßen nicht nur in NRW ein attraktives, zukunftorientiertes und ökologisch fundiertes Konzept entgegen zu setzen , wird lieber der Betrieb auf wichtigen Strecken ausgedünnt und unattraktiv gemacht: Die Mitte-Deutschland-Verbindung steht vor der Teilbeerdigung.
Da scheint nicht mehr zu zählen, wie viele Millionen schon in den sinnvollen Streckenausbau geflossen sind, welche wirtschaftliche Bedeutung diese Verbindung hat.
Ein bisschen Theaterdonner des NRW-Verkehrsminister Wittke in Bezug auf die angekündigte Preiserhöhung hilft nicht. Gefordert ist die klare Ansage, dass die Landesregierung ihre Zustimmung zu den Preiserhöhungen verweigern wird.
Große Hoffnung dürfen die Bahnkunden jedoch nicht in diesen Minister setzen. Seit Beginn der neuen Legislatur müssen wir Oliver Wittke in zahlreichen Debatten vorhalten, dass er die Interessen des ÖPNV sträflich vernachlässigt. Er hat nichts gegen die Kürzung der Regionalisierungsmittel von der Bundesebene unternommen, weil er eine blinde Autovorrangpolitik betreibt. Das Nachsehen haben besonders die Gäste im Nahverkehr.
Paderborn erwischt es gleich dreimal: Der Ausbau der Sennebahn scheint auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben zu werden, der Takt der Mitte-Deutschland-Verbindung wird perforiert, wozu auch der Fahrgastverband Pro Bahn die Öffentlichkeit zu Recht aufrüttelt, und dafür dürfen dann auch noch alle Bahnkunden bald mehr zahlen, wenn der Dreistigkeit nicht Einhalt geboten wird. Die grünen Fraktionen werden sich mit dieser verfehlten Bahnpolitik nicht
- 2 -
abfinden und die Themen in Düsseldorf und Berlin weiter auf der Tagesordnung halten.
Der Zukunft des Railcabs, der Rückbau der Almetalbahn sowie der Gesamtverkehrsproblematik ist ein Treffen am kommenden Montag gewidmet, zu dem die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer den verkehrspolitischen Sprecher der Fraktion, Oliver Keymis, und die Fraktionsvorsitzende der Regionalratsfraktion Helga Lange nach Paderborn eingeladen hat. Beer: „Durch die jüngste Entwicklung und unverblümte Dreistigkeit der Bahn hat dieser lange geplante Termin noch an Brisanz gewonnen."

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.