Zentralabitur: Expertenkommission und Sprecher durchgefallen

Erstes Zentralabitur in NRW
Beer: Expertenkommission und Sprecher durchgefallen
Zu den Verwirrungen um den Fehler in einer Abituraufgabe erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin: „Im ersten Zentralabitur in NRW ist der Expertenkommission zur Vorbereitung der Deutschklausuren eine peinliche Panne passiert. Mit der Formulierung ‚gemeinsam Band’ statt ‚gemeines Band’ hat sie einen Fehler in einem Barockgedicht für ganz NRW übernommen. Die angeblich hochkarätige Kommission hat den Sinn entstellenden Textfehler im Gedicht schlicht übersehen. Schon werden Forderungen laut, ein Oberstufen-Lernstudio für die Expertenkommission einzurichten. Der eigentliche Skandal ist aber die dreiste Lüge des Pressesprechers, der in seiner unverwechselbaren Art den versehentlichen Druckfehler als schülerfreundliche Umformulierung bezeichnet hat. Er erging sich in gedrechselten Erläuterungen, erklärte gar, Kritiker seien ‚fachwissenschaftlich nicht auf dem neuesten Stand’ und bemühte die historisch-kritische Betrachtung von ‚pejorativen Konnotationen’ im 17. Jahrhundert, um den Schreibfehler zu rechtfertigen. Er behauptete dabei, in neueren historisch-kritischen Ausgaben und auch in der neuesten Ausgabe des ‚Conrady’ stehe ‚gemeinsam’. Das ist schlimmerweise unwahr. Nur in der Neuausgabe des Conrady steht dieses Wort, und dort ist es, wie inzwischen feststeht, ein Schreibfehler. Die Ministerin selbst sorgt seit gestern endlich für Klarstellung. Doch damit nicht genug, neben diesen dreisten und hochnotpeinlichen Ausflüchten wurde die gemeine Presselandschaft auch mit Drohungen bezüglich ihrer Berichterstattung überzogen. Das ist beileibe kein Einzelfall. Dieser Pressesprecher verkauft nicht nur rüde die Politik des Hauses, sondern versucht auch immer wieder, Inhalte zu steuern. Ein Sprecher, der sogar Falschdarstellungen lanciert und versucht, über Einschüchterungen unliebsame Presseberichterstattungen zu verhindern, ist für ein Ministerium untragbar. ‚Kein gemeinsam Band’ muss es deshalb in einem einzigen Fall heißen: Das betrifft die Beziehung zwischen Ministerium und einem Pressesprecher, der nicht nur als selbsternannter Germanist gescheitert ist.“

 

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