Kommunale Entwicklungszusammenarbeit: Paderborn ist keine Insel

14.12.06
Kürzungen für kommunale Entwicklungsprojekte:
Paderborn ist keine Insel
Zu den Kürzungen der Landesmittel für Entwicklungsprojekte auf kommunaler Ebene erklärt die grüne Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ute Koczy:
"In vielen Eine-Welt-Initiativen, Verbänden und Pfarrgemeinden setzen sich Ehrenamtliche für die Entwicklungszusammenarbeit ein und haben langjährige Kontakte aufgebaut. Noch unter Rot-Grün war Paderborn mit ein Motor für die Eine-Welt-Arbeit. Hinzu kamen Landesprogramme zur Unterstützung kommunaler und ehrenamtlicher Eine-Welt-Netzwerke. Jetzt droht das Aus.
Mit der kompletten Streichung der Förderung kommunaler Entwicklungs-zusammenarbeit durch die schwarz-gelbe Landesregierung wird vor allem ehrenamtliches Engagement zerschlagen. Die vielen Menschen, die sich in Paderborn dort engagieren brauchen ein deutliches Signal der Wertschätzung für ihre Arbeit. Trotz großer globaler Herausforderungen wie Klimawandel und extremer Armut ist der FDP die Arbeit der Eine-Welt-Gruppen keinen Cent mehr wert.
Wenn Spielzeugunternehmen oder Großkonzerne wie Adidas und Puma ihre Fußbälle von Kindern anfertigen lassen, geht uns das hier in der Region sehr wohl etwas an. Offensichtlich interessieren Themen wie Kinderarbeit oder schlechte Arbeitsbedingungen die jetzige Landesregierung nicht.“
Die Paderborner Landtagsabgeordnete Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin ist empört: "Die Schulen und Initiativen, die bisher durch die Mittel zur, kommunalen Entwicklungsarbeit Anerkennung und Unterstützung erfahren haben, werden von der FDP vor dem Kopf gestoßen. Ihre Arbeit wird als 'Ideologischen Firlefanz' abgetan. Das zeigt einmal mehr die Provinzialität und Ignoranz dieser Partei. Sie drückt damit ihre Geringschätzung für das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern auch in Paderborn aus. Dabei gehört Internationalität auch für unsere Region zu einem wichtigen Standortfaktor. Das breite Engagement vor Ort zeigt, dass die Menschen in Paderborn weiter sind als die Verantwortlichen in der Landesregierung, denn sie wissen: Paderborn ist keine Insel!"
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