Neue Rheinzeitung: Alle Lehrer sollen gleich viel verdienen

DÜSSELDORF. Die Grünen wollen unterschiedliche Lehrer-Bezahlung an den Schulformen in NRW beenden und mehr "Besoldungsgerechtigkeit" für alle Pädagogen schaffen. Bei Neueinstellungen sollen alle Lehrer künftig nach dem Eingangstarif A 12 bezahlt werden, der schon an Grund-, Haupt- und Realschulen gilt. Nach dem Grünen-Modell würden junge Gymnasial- und Berufsschullehrer von A 13 zurückgestuft. Betroffen wären auch Gesamtschullehrer mit Gymnasialausbildung und Sonderpädagogen. Der Unterschied zwischen den Tarifgruppen mache rund 300 Euro aus. "Es darf nicht entscheidend sein, an welcher Schulform Lehrer arbeiten, sondern was sie für den Lernerfolg tun", begründete Bildungsexpertin Sigrid Beer den Antrag der Landtagsfraktion. Fraktionschefin Sylvia Löhrmann nannte es nicht gerecht, wenn ein Hauptschullehrer, der sich um Lehrstellen für seine Schüler bemühe, weniger verdiene als ein Gymnasiallehrer mit zwei Korrekturfächern. Die Gehölter bereits arbeitender Lehrer sollen jedoch nicht angetastet werden. Außerdem sprechen sich die Grünen für Funktions- und Leistungszulagen aus. Der Vorstoß ist Teil eines umfassenden Konzepts, mit dem die Grünen die Schulfinanzierung neu ordnen wollen. "Für das Geld, das wir einsetzen, kommt zu wenig heraus", so Beer, "zu wenig Leistung, zu wenig Bildungserfolg, aber zu viel Ungerechtigkeit." Anstatt Sitzenbleiber zu finanzieren, müssten die Schulen mehr Anreize zur Förderung der Kinder erhalten. Beer kritisierte, dass allein für Klassenwiederholungen "als Sanktion bei Leistungsdefiziten" im Etat 5500 Lehrerstellen mit Kosten von 175 Millionen Euro jährlich vorgesehen seien.

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.