Prognoseunterricht rechtlich problematisch

Prognoseunterricht rechtlich problematisch
Beer : Eltern sind nicht wehrlos Zur heutigen Befassung des Antrag der grünen Landtagsfraktion "Schulformprognose ist untauglich - Schubladendenken nicht optimieren, sondern abschaffen" erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin: "Es ist ein Trauerspiel: Die Landesregierung hält daran fest, dass sich Kinder Schulen und besonders Schulformen anzupassen haben. Eltern wollen inzwischen gegen den ihren Kindern nach dem Prognoseunterricht verordneten Schulformzwang klagen. Rechtsexperten wie Florian Meinel vom Wissenschaftszentrum Berlin stützen die rechtlichen Bedenken. Er führt aus: 'Die Bildungsprognose ist nicht nur deswegen problematisch, weil Prognosen und Planungsentscheidungen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nur einer eingeschränkten Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte unterliegen, sondern eben auch weil sie Prognosen immer durch das Fehlen wirklich sicherer materieller Maßstäbe auszeichnen.' In einer gemeinsamen Pressemitteilung machen die Landeselternkonferenz NRW, die Stadtschulpflegschaften Aachen, Bielefeld, Paderborn und Solingen Eltern darauf aufmerksam, dass Rechtmittel möglich sind. Eltern sind nicht wehrlos. Alle seriösen Studien belegen, dass die schulische und kognitive Entwicklung von Kindern dieses Alters grundsätzlich nicht eindeutig prognostizierbar ist. Nordrhein-Westfalen braucht keine Optimierung des Schubladendenkens und des Sortierens in angeblich passende Schulformen. NRW braucht eine Regierung, die sich den Herausforderungen eines modernen Bildungssystems, das Chancengleichheit und bessere Leistungen gleichermaßen ermöglicht, stellt. Deshalb muss die Landesregierung endlich die Einführung einer gemeinsamen Schule für alle Kinder
offensiv in Angriff nehmen. Unsinnige Verfahren wir der "Prognoseunterricht" sind dann überflüssig."

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.