Prognoseunterricht: Unsinnige Schicksalstage für Neunjährige

Prognoseunterricht
Beer: Unsinnige Schicksalstage für Neunjährige
Zum Beginn des Prognoseunterrichts, an dem ab kommendem Montag NRW-weit ca. 4.000 Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse teilnehmen müssen, erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin: „Der dreitägige Prognoseunterricht macht die kommende Woche zu Schicksalstagen für fast 4.000 Neun- bis Zehnjährige in Nordrhein-Westfalen. In fremder Umgebung und vor fremden Lehrkräften müssen sie unter Beweis stellen, dass sie doch mehr können, als ihnen ihre Grundschule zutraut. Die Chancen stehen aber nicht gut, denn es gibt etliche Aufgaben, die die Viertklässer je nach Schule im Unterricht gar nicht behandelt haben, Aufgaben mit sehr hohem Anspruchsniveau. Erneut müssen Kinder den Kopf hinhalten, weil die schwarz-gelbe Landesregierung lieber in Schulformschubladen sortiert als die optimale Förderung aller Kinder entsprechend ihrer Potentiale in einer Schule für alle Kinder zu gewährleisten. Jetzt pauken Eltern mit ihren Kindern verzweifelt für den Prognoseunterricht. Seit Wochen stehen die betroffenen Familien unter Druck, wollen für ihre Kinder die Chancen auf eine höhere Bildung offen halten. Wie bei den Sprachstanderhebungen ist es auch beim Prognoseunterricht äußert fragwürdig, ob das Verfahren wissenschaftlich ausreichend abgesichert ist. Gerade bei schüchternen Kindern besteht die Gefahr des Scheiterns in der fremden Umgebung. Die Ergebnisse des Prognoseunterrichts sind damit mehr als zweifelhaft - entscheiden aber über Lebensperspektiven. Deshalb wird die grüne Landtagsfraktion den Prognoseunterricht in der nächsten Plenarsitzung problematisieren.“

 

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