Für mehr Chancengleichheit in Paderborn

Für mehr Chancengleichheit in Paderborn
Unter der Fragestellung "In welcher Gesellschaft wollen wir leben?" traf sich auf Einladung der GRÜNEN Landtagsabgeordneten Sigrid Beer mehrmals eine Arbeitsgruppe bestehend aus VertreterInnen verschiedener Paderborner Verbände, Vereine und Organisationen. In der Diskussion wurde hervorgehoben, dass in unserer Gesellschaft eine immer größer werdende Spaltung spürbar wird. Wesentliche Ursachen sind Erwerbslosigkeit, kulturelle und soziale Ausgrenzung, Bildungsbenachteiligung und mangelnde Integration mit der Folge, von Armut und den damit verbundenen Phänomenen von Stigmatisierung und Isolation. Auch in Paderborn sind Menschen von dieser Entwicklung betroffen - und dies ist längst nicht mehr nur ein Randphänomen. Wichtiges Ergebnis der Runde ist, dass die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sich jedoch nicht im Ringen um mehr Verteilungsgerechtigkeit erschöpfen darf. Soziale Gerechtigkeit verlangt vor allem mehr Zugangsgerechtigkeit zu Bildung und damit mehr Teilhabechancen in der Gesellschaft.
Somit erfolgt die Anregung an die Stadt Paderborn, eine erweiterte Bildungsberichterstattung zu erstellen, in der über die gesamte Bildungslaufbahn soziale Ungleichheit , Ausgrenzung und mangelnde Chancengleichheit ersichtlich werden. Hierzu gehört auch eine aktuelle Auswertung inwieweit umstrittene Instrumente wie Prognoseunterricht und Auflösung der Grundschulbezirke einen durch die soziale Herkunft beeinflussten Bildungsweg verstärken. Äußerst kritikwürdig ist auch das "Delfin 4 -Verfahren " zur Sprachstandserhebung, das einem richtigen Ansatz zur frühen Sprachförderung das Vertrauen entzieht.
"Ein solcher Bericht liefert die Grundlage über Parteigrenzen hinweg arbeiten zu können. Praxisnahe Projekte der verschiedenen Bündnisse finden eine Ausgangsbasis. In anderen Kommunen hat eine solche Berichterstattung erheblich zur Transparenz beigetragen und hat dafür gesorgt, dass alle maßgeblichen Akteure in der Kommune auch in die Gestaltung notwendiger Maßnahmen von Anfang an beteiligt wurden," erläutert Sigrid Beer. Dazu sollten Arbeitsforen eingerichtet werden, so dass in Folge konkrete praxisnahe Projekte/Konzepte entstehen.
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Soziale Ausgrenzung und Bildungsbenachteiligung finden auch in Paderborn statt. Von der Elementarbildung bis hin zur Weiterbildung soll die Paderborner Situation unter die Lupe genommen werden.
Die Stadt Paderborn hat einen "Bericht zur Lebenslage von Kindern in der Stadt Paderborn" in Auftrag gegeben. Zusammen mit dem Beigeordneten der Stadt Paderborn Wolfgang Walter soll am 9. Mai um 19.30 Uhr im "Torhaus" (Hotel Stadthaus), Hathumarstr., diskutiert werden, ob dieser Bericht ausreicht, oder nach dem Ergebnis der Arbeitsgruppe um weitere Fragestellungen zu ergänzen ist, damit eine geeignete und umfassende Grundlage für die Praxis von Projekten zur Förderung der Chancengleichheit geschaffen ist. Interessierte sind willkommen, an dieser Fragestellung mitzuarbeiten.

 

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