Fall Höhler - Zusammenarbeit im Hochschulrat wird unerträglich

Zu den heutigen Presseberichten, nach denen Prof. Gertrud Höhler eingeräumt hat, wissentlich eine Wohnung in Zwickau an die NPD vermietet zu haben, aber nicht aus dem Hochschulrat zurücktreten will, erklärt die bündnisgrüne Sigrid Beer (MdL).
Zusammenarbeit im Hochschulrat wird unerträglich
Nach langem Schweigen gibt Frau Höhler nun endlich zu, dass die Vorwürfe gegen sie zu Recht erhoben wurden und räumt Fehler ein. Dies ist für sie jedoch kein Grund aus dem Paderborner Hochschulrat zurückzutreten. Damit schafft sie für die Universität eine unerträgliche Arbeitssituation. So macht auch der Hochschulratsvorsitzende Prof. Winfried Schulze laut Zeitungsberichten keinen Hehl daraus, dass er einen Rücktritt von Frau Höhler wünscht. Die Sturheit von Gertrud Höhler bestätigt die ohnehin bestehenden Vorbehalte, resultierend aus den Streitigkeiten Anfang der 90er Jahre an der Universität Paderborn, die hier noch lebendig sind.
Die Universität Paderborn ist durch den Fall Höhler schwer beschädigt. Selbst Minister Pinkwart sieht sich nun endlich genötigt, Position zu beziehen und fordert Frau Höhler auf, ihr Amt zurückzugeben. Das reicht nicht: Er muss dafür Sorge tragen, dass Gertrud Höhler ihre Urkunde zurückgibt.
Fakt bleibt: Das von CDU und FDP gefeierte Hochschulfreiheitsgesetz ist eine Fehlkonstruktion! Zu der grundsätzlichen Kritik an der Steuerung von außen gesellen sich die fatalen Folgen handwerklicher Fehler. Es gibt keine Abberufungen aus dem Hochschulrat. Egal wie schwer auch zukünftig Vorwürfe gegen ein Mitglied des Hochschulrates sein mögen, es bleibt dann nur das Hoffen auf einen Rücktritt. Die Hochschule hat keine Freiheit gewonnen, sondern ist in neue Anhängigkeiten gestürzt worden. Dass der amtierende Rektor keine Position gegen ein Hochschulratsmitglied beziehen mag, ist ein erster Ausblick auf die neue demokratische Unkultur an den Hochschulen.

 

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