Schulpsychologen - Schulministrium verschleiert Probleme

Beer: Schulministerium verschleiert Probleme
Ministerin Sommer verkündet neue Stellen, für SchulpsychologInnen zu schaffen. Zu dem Versuch, von einer Reihe von gravierenden Problemen abzulenken, erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:
"Die Maßnahmen des Schulministeriums benachteiligen wieder einmal Gesamtschulen, die ihre Schulpsychologenstellen verlieren und Kommunen, die die Zeche mitbezahlen sollen. So werden weiter Ressourcen umverteilt. Das Ministerium verschweigt, dass Kommunen in Finanznöten sich dringend benötigte Verstärkung nicht leisten können. Die 50 Stellen aus dem Landestopf, die aus dem Lehrerstellenpool genommen werden, können nämlich nur dann von den Kommunen in Anspruch genommen werden, wenn sie selbst eigene Stellen dazu finanzieren. Arme Kommunen wie z. B. Gelsenkirchen schauen also in die Röhre.
Genau diese ärmeren Kommunen sind es auch, in denen häufiger Kinder aus sozial benachteiligten Familien leben. Hier sind auch psychische Probleme häufiger (vgl. KIGGS-Studie), diese finden aber aktuell keinerlei Berücksichtigung.
Klar ist auch, dass nicht nur Kapazitäten in der Schulpsychologie ausgeweitet wurden, sondern auch die Aufgaben. Zu den Umverteilungen kommt eine Palette neuer Aufgaben auf die Schulberatungsstellen zu. Krisen- und Notfallintervention, Schulleitungsfortbildung, Mitarbeit in den regionalen Kompetenzteams, Beratung der Schulaufsicht und auch Arbeit mit den Familienzentren.
Und dabei sind die Folgen des neuen Schulgesetzes noch gar nicht erfasst. Der erhöhte Druck, besonders am verkürzten Gymnasium, scheint bereits den ersten Tribut zu fordern. Eltern und Kinder klagen darüber, dass es für die 10- und 11-jährigen kaum noch freie Zeit gibt, weil viel mehr schulischer Stoff zuhause bearbeitet werden muss. Eltern, die Rat suchen, müssen sich auch in Zukunft auf sehr lange Wartezeiten bei den Schulpsychologischen Beratungsstellen einstellen.
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Bei den Abschulungen am Ende des fünften und sechsten Schuljahrs trifft es offensichtlich vor allen Dingen die 'weniger pflegeleichten' Jungen. Dazu werden wir in diesen Tagen eine Kleine Anfrage an die Landesregierung richten."

 

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