Ministerin Sommer wacht leider nur beim Sitzenbleiben auf

03.08.2007

Zur heutigen Pressekonferenz von Schulministerin Sommer erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin: "Sitzenbleiben ist nicht leistungsfördernd! Die Botschaft ist endlich auch bei der CDU angekommen. Das lässt hoffen, obwohl dieser Erkenntnisgewinn für viele Schülerinnen und Schüler zu spät kommt und die systematische Fortbildung in NRW seit einem Jahr fast brach liegt. Vollkommen im Dunkel bleibt, warum die Ministerin gerade die Gesamtschulen systematisch benachteiligt und ihnen Ressourcen abzieht, mit denen diese durch intensive Laufbahnberatung und Förderung das Sitzenbleiben bisher ja schon weitgehend überflüssig machten.

Wann kommt nun endlich der mentale Durchbruch in Sachen Schulstruktur, damit Schluss gemacht wird mit dem leistungsmindernden und unsozialen Sortieren von neunjährigen Kindern in Schulformzwänge?

Die Ministerin redet sich derweil die Schulwelt wieder einmal schön. 'Grundschulen wählen' wird als Elternfreiheit gepriesen, die dann bei der Wahl der weiterführenden Schule sofort wieder kassiert wird.

Die Hauptschulen sind trotz Ministerinnenpfeifens im Schulwald weiter auf dem absteigenden Ast. Die Ganztagshauptschulen beschleunigen das Aus für die Halbtagshauptschulen. Und auch diesen werden Schülerinnen und Schüler gegen den Elternwillen zwangszugewiesen. Ohne die tausende von Ablehnungen an Gesamtschulen würde die Hauptschulbilanz noch dramatischer ausfallen.

Mit der Schulstatistik im Oktober wird Tacheles geredet. Dem neuen Turbogymnasium fallen offensichtlich die Jungen vermehrt zum Opfer. Sie müssen reihenweise den Abstieg nach der Klasse 6 antreten. Wir fordern, dass die Ministerin auch hier die Zahlen auf den Tisch legt.

Wer wirkungsvoll gegen Mobbing vorgehen will, muss präventiv arbeiten, jeder Form von Ausgrenzung und Beschämung konsequent begegnen und nicht nur plakativ gegen nicht tolerierbare Auswüchse vorgehen. Das Schulklima ist ein Qualitätsfaktor und betrifft nicht nur die Lehrerschaft, sondern auch Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern. Anstatt Kopfnoten zu verteilen, die noch viel rechtlichen Ärger auslösen werden, sollte es eine konstruktive Feedbackkultur in den Schulen geben, denn auch Lehrerinnen und Lehrer brauchen eine Rückmeldung über ihr Verhalten und ihren Unterricht."

 

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