Verfahren der Sprachstandserhebung Schönheitskorrekturen reichen nicht - Kardinalfehler beseitigen!

09.08.2007

Zur heutigen Pressekonferenz von Ministerin Sommer und Minister Laschet zu den Ergebnissen und Perspektiven der Sprachstandserhebungen erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

"Die Durchführung der Sprachstandserhebungen hat zu Recht viel Kritik kassiert. Die Landesregierung hatte die Ohren verschlossen und ist stur ihren Plänen gefolgt. Dabei haben sich die Bedenken in der Praxis bestätigt. Das sinnvolle Anliegen der Sprachstandsfeststellung hat dadurch bei Eltern, Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften viel Schaden genommen. Es ist deshalb ein richtiger Schritt, die Sprachstandsfeststellung auf der Grundlage der Kritik zu überprüfen. Allerdings sind schon wieder Denkblockaden im Spiel. Es darf nicht nur um Schönheitskorrekturen gehen. Sommer und Laschet wollen an einem Kardinalfehler der Konzeption festhalten. Auch weiterhin sollen Grundschullehrkräfte die Erhebungen durchführen. Sommer hat schon angekündigt, demnächst Lehramtsanwärterinnen und -anwärter mit einzuspannen. Das bedeutet noch mehr Personenwechsel und jährliche Fluktuation im Verfahren. Sinnvoll wäre die Durchführung durch die Erzieherinnen und Erzieher, die die Kinder aus ihrer täglichen Arbeit kennen. Die Landesregierung schiebt rechtliche Bedenken vor. Faktisch wird hier die Finanzfrage versteckt: Kostenneutral können nur die Lehrkräfte die Erhebungen für das Land durchführen. Den Preis zahlen dafür die Grundschulkinder mit Unterrichtsausfall."

Andrea Asch MdL, kinder- und jugendpolitische Sprecherin, ergänzt: "Es ist richtig, die Sprachförderung von den Fachkräften in den Kitas durchführen zu lassen. Auch vor diesem Hintergrund ist die Erhebung des Sprachstands durch Lehrkräfte unsinnig. Wir brauchen ein in sich stimmiges, in allen Schritten an die Kita angedocktes Verfahren. Die Fortbildung der Erzieherinnen und Erzieher für die Sprachförderung lässt zu wünschen übrig. Die Landesregierung muss diese Fortbildungen gezielt fördern und verstärkt in die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher aufnehmen."

 

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