Opposition attackiert Samstagsunterricht an Schulen

24.08.07

In einer aktuellen Stunde im Landtag hat die rot-grüne Opposition den geplanten Samstagsunterricht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen angegriffen. «Was die schwarz-gelbe Koalition macht, schadet den Familien», sagte die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, am Freitag in Düsseldorf. Auch die SPD kritisierte den zusätzlichen Unterricht. Die Sechs-Tage-Woche mit einem immer größeren Pensum für die Schüler sei die falsche Antwort auf die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre, sagte SPD-Fraktionsvize Ute Schäfer. CDU und FDP wiesen den Antrag der Opposition, den Samstagsunterricht zu kippen, mit ihrer Mehrheit zurück.
Düsseldorf (ddp-nrw). In einer aktuellen Stunde im Landtag hat die rot-grüne Opposition den geplanten Samstagsunterricht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen angegriffen. «Was die schwarz-gelbe Koalition macht, schadet den Familien», sagte die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, am Freitag in Düsseldorf. Auch die SPD kritisierte den zusätzlichen Unterricht. Die Sechs-Tage-Woche mit einem immer größeren Pensum für die Schüler sei die falsche Antwort auf die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre, sagte SPD-Fraktionsvize Ute Schäfer. CDU und FDP wiesen den Antrag der Opposition, den Samstagsunterricht zu kippen, mit ihrer Mehrheit zurück. «Wir geben den Schulen beim Samstagsunterricht lediglich mehr Freiheit», sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in der Parlamentsdebatte. Die alte rot-grüne Regierung habe beim Thema Samstagsunterricht dagegen «bürokratisch reguliert». Jede Schule könne bald selbst entscheiden, ob «eventuell Samstagsunterricht Sinn machen würde», betonte auch die FDP-Bildungspolitikerin Ingrid Pieper-von Heiden. Der Koalitionsplan bringe mehr «Eigenverantwortung» für die Schulen und passe gut zum Ausbau des Ganztagsangebots. Die Landesregierung hatte Anfang August einen Erlass angekündigt, der den Schulen in Nordrhein-Westfalen mehr Samstagsunterricht gestattet. Soll oder kann an einer Schule der Unterricht nicht auf fünf Tage verteilt werden, so darf die Schule Unterricht an monatlich einem oder mehreren Samstagen einführen, so die neue Linie des Schulministeriums. Die Schulkonferenzen müssten den Samstagsunterricht absegnen. Neben der Opposition hatten auch die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Erlass kritisiert. Umfragen ergaben, dass die Mehrheit der Eltern und Schüler in NRW gegen den Samstag als Unterrichtstag sind.

ddp/mte/iha

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