Kein edles Tröpfchen

28.08.07

Aktionstag der Grünen am Dampferanleger für salzfreie Werra und Weser

VON JANINA HELD

Beverungen. Wie schmeckt Wasser, in dem 2.500 Milligramm Chlorid pro Liter sind? Sigrid Beer, Abgeordnete der Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen, verzog wie alle anderen, die einmal kosteten wie salzig das Werrawasser kurz hinter der geplanten Salzwassereinleitung werden könnte, das Gesicht.

Entlang der Werra hatten die Grünen zu einem Aktionstag aufgerufen, an dem sich auch die Landesverbände in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an der Weser sowie viele Umweltinitiativen beteiligten. „Es soll länderübergreifend ablaufen, auch andere Bundesländer protestieren mit.“, erklärte Kreisgeschäftsführer Ludger Roters.

Organisiert hatten den Aktionstag die Landtagsfraktion der Grünen in Hessen. Die starke Veränderung, die durch die Einleitung von Salzlauge des Konzerns Kali und Salz bei Fulda entsteht, ließ Uwe Rottermund die Besucher spüren. Bei ihm konnten sie Wasser mit verschiedenem Salzgehalt trinken. Viele Radfahrer und Spaziergänger besuchten den Stand am Dampferanleger, wo sie zudem ihre Unterschrift gegen das Vorhaben der Firma K und S abgeben konnten. Auch die Landtagsabgeordnete Beer war aus Paderborn vom NRW-Tag gekommen, um den Aktionstag zu unterstützen.

Im Düsseldorfer Landtag wird eine fraktionsübergreifende Resolution gegen die laugenhaltigen Abwässer in der Werra erarbeitet. Der Grenzwert von 1942 liegt bei 2.500 Milligramm pro Liter und gilt noch bis 2012. K und S möchte eine 63 Kilometer lange Rohrleitung von der Fulda an die Werra bauen und die Lauge bei Phillipsthal einleiten. Der Grenzwert soll optimal ausgenutzt werden. Für die Werra bedeutet das, dass das Artenspektrum wieder zurückgeht. In den letzten Jahren war hatte es sich etwas erholt.

Die Fraktionen des Hessischen Landtages haben in einer Absichtserklärung festgelegt, dass die Grenzwerte 2009 bis 2012 abgesenkt werden und die Werra 2020 wieder zu einem naturnahen Gewässer zu entwickeln. Auch die Grünen aus dem Kreis Höxter kämpfen mit für eine Alternative und haben an ihrem Aktionstag wieder einige Stimmen dafür gesammelt. Herbert Falke, der Sprecher des Kreisverbandes nahm am Abend an der Abschlussveranstaltung in Hannoversch-Münden teil, bei der Jürgen Trittin der Hauptredner war.

© 2007 Neue Westfälische
Höxtersche Kreiszeitung, Dienstag 28. August 2007

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