Drückebergerei in der KMK

17.10.07

Anlässlich der Vorberichterstattung zur morgen beginnenden Tagung der Kultusministerkonferenz erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

"Die EU setzt die bundesdeutsche Bildungspolitik zu Recht unter Druck. Der deutsche Selektions-Sonderweg treibt uns, nicht nur in Europa, in die Bildungsisolation. Die EU hat der Kultusministerkonferenz ins Stammbuch geschrieben, auf die frühe Sortierung der Kinder auf die verschiedenen Schulformen zu verzichten. Denn durch die schulische Selektion wird nur Mittelmaß in den Leistungen produziert und Chancengleichheit verhindert.

Beim Thema Schulabbrecher geht es auch darum, dass für viele Kinder das Lernen in diesem verkorksten System keinen Sinn macht, denn die Hauptschule bietet fast keine Berufschancen und damit Lebensperspektiven mehr. Familien stabilisieren, Kindern Bildungsperspektiven vermitteln und ihre Potenziale voll entwickeln, das geht nicht in einer minderqualifizierenden Schule.

Die Königin ohne Land, Annette Schavan, die föderal in der Schulpolitik gar nichts mehr zu sagen hat, macht Nebenkriegschauplätze auf mit einem bundeseinheitlichen Zentralabitur und NRW verspricht den Kommunen lieber nicht lebensfähige, einzügige Hauptschulen als endlich umzusteuern.

Wie tief müssen wir in den Bildungsstudien noch sinken und wie laut muss der Hilferuf der Wirtschaft nach Fachkräften noch werden, bevor die Strukturreißleine gezogen wird?!"


___________________________________

verantwortlich:
Rudolf Schumacher
- Pressesprecher -
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Landtag Nordrhein-Westfalen
Platz des Landtags 1 - 40221 Düsseldorf
www.gruene.landtag.nrw.de

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.