Heftige Debatte zur Sicherheit an Schulen

Westfalen, 28.11.2007,
Von Walter Bau

Düsseldorf. Die Opposition im Landtag hat der Regierung Versäumnisse nach dem Amoklauf von Emsdetten vorgeworfen. Die Ministerin keilte zurück.

"Was haben Sie denn getan?", fuhr Schulministerin Barbara Sommer (CDU) ihre Amtsvorgängerin Ute Schäfer von der SPD an. Schließlich habe es schon 2002 den Amoklauf von Erfurt mit 17 Toten gegeben, ohne dass die damalige rot-grüne Regierung daraus Konsequenzen gezogen habe.

In aufgeheizter Stimmung hatten SPD und Grüne zuvor der Ministerin vorgeworfen, sie habe nach dem Amoklauf eines Schülers in Emsdetten nicht schnell genug gehandelt. "Warum dauerte es ein Jahr, bis der Notfallordner für die Schulen fertig war?", fragte SPD-Frau Schäfer Richtung Sommer. Auch die Grünen verlangten "mehr Tempo" bei Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen.

Sommer bezeichnete den orangefarbenen Ordner, der derzeit an alle weiterführenden Schulen in NRW verteilt werde, als "einen Baustein eines Gesamtkonzepts zur Prävention" von Gewalt an Schulen. Allerdings: Auch der Inhalt des Ordners stieß teilweise bereits auf Kritik. Denn: Neben Ratschlägen zum Verhalten in gefährlichen Situationen findet sich in dem Kompendium auch eine Muster-Anzeige zum "Tod einer Lehrkraft". "Das ist unglaublich pietätlos", so Grünen-Schulexpertin Sigrid Beer.

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