NRW-Schulministerin für Ganztagsunterricht an Gymnasien

07.01.2008

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Sommer : Rüttgers muss Grundsatzentscheidung treffen

Essen/Düsseldorf (ddp-nrw). Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) will auch bei Gymnasien verstärkt den Ganztagsunterricht ermöglichen. «Mein Wunsch ist, überall dort, wo der Elternwille da ist, Ganztagssysteme zu schaffen», sagte Sommer der in Essen erscheinenden «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Montagsausgabe). Sommer hatte sich bisher auf den Ausbau von Haupt- zu Ganztagsschulen konzentriert. Die Opposition im Düsseldorfer Landtag, die den Ganztag an Gymnasien seit geraumer Zeit fordert, warf der Ministerin am Montag vor, kein Konzept zu haben.

Sommer bezeichnete Ganztagssysteme als «pädagogisch sinnvoll». Sie sehe aber auch die Notwendigkeit für die Eltern, deren Kinder vier Jahre lang an einer Ganztagsgrundschule unterrichtet wurden. Sie benötigten eine entsprechende Anschlussbetreuung, um Beruf und Familie weiter miteinander vereinbaren zu können.

Da allein schon aus Kostengründen nicht alle Gymnasien auf einen Schlag auf Ganztagsbetrieb umgestellt werden können, schweben Sommer verschiedene Varianten vor. «Vielleicht bieten manche Schulen nur einen Zweig an oder Ganztag nur für einige Jahrgangsstufen.» Nicht jede Schule müsse deshalb gleich Köche einstellen. «Es gibt auch Catering-Kost, die gesund ist und schmeckt», sagte Sommer.

Die Grundsatzentscheidung für eine Umstellung der Gymnasien auf Ganztag müsse allerdings Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) fällen, sagte Sommer. «Er gibt die Richtlinien vor.»

SPD-Fraktionsvize Ute Schäfer sagte, der Vorstoß von Sommer komme «reichlich spät». Auch gebe es weder ein Konzept noch eine Finanzierung. Ähnlich äußerte sich die Grünen-Bildungsexpertin Sigrid Beer. Schäfer sagte, offen sei beispielsweise, wie die Schulen die Mittagsverpflegung für die Schüler sicherstellen sollten.

 

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