Beer: Stadt muss die Karten auf den Tisch legen

13.02.2008

Sigrid Beer MdL

Zu der Veröffentlichung der Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I) in der Stadt Paderborn erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:
"Während in der überregionalen Presse bereits am vergangenen Freitag zu lesen war, dass allein die Gesamtschule in Paderborn-Elsen über 50 Prozent der angemeldeten Kinder ablehnen musste, legt die Stadt Paderborn die Karten nicht auf den Tisch. In Paderborn wird verschwiegen, dass wiederholt mehr Kinder an der Gesamtschule Elsen abgelehnt wurden, als für die Neugründung einer vierzügigen Gesamtschule notwendig wären.
Ich fordere die Stadt Paderborn auf, offenzulegen, wie viele Eltern in Stadt und Kreis für ihre Kinder keinen wunschgemäßen Platz an Gesamtschulen in Paderborn erhalten haben. Das Verschweigen der Anmeldezahlen passt zu dem Vorgehen der schwarz-gelben Landesregierung, die den offensichtlichen Trend ebenso negiert.
Stadt und Kreis Paderborn sowie die Landesregierung müssen aber endlich den Elternwillen respektieren und die Gründung neuer Gesamtschulen unterstützen. Wieder haben nicht nur in Paderborn, sondern landesweit tausende Kinder keinen Platz an dieser gewünschten weiterführenden Schulform gefunden. Würden die Plätze an anderen Schulformen fehlen, stünde die Schulwelt Kopf und die Ministerin könnte ihre Koffer packen. Es ist empörend, wie Stadt und Land mit dem dokumentierten Elternwillen umgeht. Die fehlenden Gesamtschulplätze sind nichts anderes als staatlich organisierter und ideologisch motivierter Raub der Lebenschancen und Ausdruck der schwarz-gelben Betonmentalität. Es geht der Landesregierung nicht um bessere Chancen für alle Kinder, nicht um Durchlässigkeit im Schulsystem und die Entwicklung aller Potentiale. Weil die erfolgreich arbeitenden Gesamtschulen nicht in ihr überholtes Weltbild passen, setzt die Landesregierung ihren Feldzug gegen diese Schulform fort. Sie zaubert immer neue Regelungen und Auflagen wie in Siegburg aus dem Hut, um Neugründungen zu verhindern: Ganztagszuschlag gestrichen, Schulleiterentlastung gekürzt, Anmeldeverfahren geändert. Die Eltern wollen aber Lern- und Lebenschancen offen halten und keine Festlegung auf Bildungswege im Alter von zehn Jahren. Sie wollen keine Zwangszuweisung zur Hauptschule, mit der dann auch noch deren Statistik aufpoliert wird. Die Eltern reagieren mit ihren Anmeldungen auch auf die missglückte Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre - wie auch die Anmeldezahlen an der Paderborner Gymnasien zeigen - aber auch auf das krampfhafte Verweigern von mehr Integration im Schulsystem. Eltern wollen die besten Chancen für Ihre Kinder. Genau das bieten die erfolgreichen, leistungsstarken Gesamtschulen."

 

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