Elektronische Schnitzeljagd im Unterricht

20.02.08

Von Michael Fritsch
Ruhr Nachrichten.de

DÜSSELDORF Die nordrhein-westfälische CDU will als Konsequenz aus der gestiegenen Vorliebe von Kindern und Jugendlichen für elektronische Medien pädagogische Ziele stärker mit Computer-Lernspielen oder anspruchsvollen Bewegungsspielen wie die „digitale Schnitzeljagd“ erreichen.

„Es wird Zeit zum Umdenken“, begründete der neue Medienpolitische Sprecher Thomas Jarzombek am Mittwoch eine entsprechende Initiative seiner Fraktion in Düsseldorf. Er forderte eine Studie, die die Chancen der digitalen Medien für den schulischen Erfolg auslotet und damit der Landesregierung konkrete Handlungsempfehlungen gibt.

Aktuelle Stunde im Landtag

Die Ankündigung Jarzombeks war Mittwoch Bestandteil einer Aktuellen Stunde, in der sich der Landtag mit den Befunden der jüngst vorgestellten Studien des Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer befasste. Darin hatte Pfeiffer mit der provokanten These „Die Pisa-Verlierer sind Opfer ihres Medienkonsums“ einen direkten Zusammenhang zwischen massivem TV-Konsum und Computerspielen und schlechten schulischen Leistungen nachgewiesen.

Schulministerin gegen Fernseher in Kinderzimmern

Schulministerin Barbara Sommer (CDU) warnte vor pauschaler Medienschelte und Verteufelung, rief gleichzeitig aber die Eltern auf, klare Grenzen zu setzen und TV-Apparate aus den Kinderzimmern zu verbannen. Der SPD-Medienexperte Marc Jan Eumann forderte die Landesregierung auf, einen „Medienkompetenz-Führerschein“ an allen Schulen einzuführen sowie den Ganztag zu forcieren. Damit sei auch gesichert, dass es nicht jeden Mittag Pommes und Fernsehen erst ab 17 Uhr gibt. Die grüne Schulexpertin Sigrid Beer nutzte die Gelegenheit, um Schwarz-Gelb massives Versagen in der Schulpolitik vorzuhalten.


 

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