Landesregierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht

14.03.08

Grüne Pressestelle Düsseldorf

Trotz Beschwichtigungsversuche der Schulministerin ist das Thema G-8 in den Schulen noch lange nicht vom Tisch. Denn die Folgen der überstürzten und schlecht vorbereiteten Einführung sind jeden Tag spürbar. Vor allem die GymnastInnen leiden unter Nachmittagsunterricht ohne Mittagessen und unter massivem Druck angesichts der überfrachteten Lehrpläne. Anlässlich des "Grünen G-8-Gipfels" zum Thema "Schule darf nicht krank machen" am 4. März 2008 legte insbesondere der Landesschülersprecher eindringlich dar, wie das schwarz-gelbe G-8 den Jugendlichen die Zeit für Hobbys, für die Pflege von Freundschaften, für ehrenamtliches und soziales Engagement stiehlt. Der Nachhilfemarkt boomt, aber nicht alle Familien können sich die teuren Angebote leisten - so trägt das G-8 zusätzlich zur sozialen Spaltung in unseren Schulen bei. In der vergangenen Woche fasste die Kultusministerkonferenz Minimalbeschlüsse zur Entlastung der von der Schulzeitverkürzung gebeutelten Gymnasien. Selbst diese seien aber, so Ministerin Sommer, für NRW nicht nötig, denn mit den Entlastungen sei man in NRW schon "sehr weit". Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler sehen das anders. Denn Frau Sommers kosmetische Korrekturen helfen nicht.

Die nordrhein-westfälischen Schulen brauchen dieses G-8 nicht. Nur individualisierte Lernzeiten und darauf fußende Modelle der Schulzeitverkürzung sind eine wirkliche Lösung. Jetzt brauchen die Gymnasien zunächst den Ganztag und eine öffentlich Diskussion über die Inhalte der Lehrpläne. Gerade die jüngeren SchülerInnen dürfen nicht besonders belastet und die Gymnasien nicht von den anderen Schulformen abkoppelt werden. Auf unseren Antrag hin diskutierte der Landtag im Rahmen einer Aktuellen Stunde über Maßnahmen, den massiven Druck aus den Gymnasien zu nehmen. Die Anforderungen, die wir an eine gelingende Schulzeitverkürzung stellen wurden bereits vor zwei Wochen abgelehnt.

 

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