Grüne NRW enthüllen Mahnmal der geknechteten Schülerin

01.04.2008

Die Grünen NRW

Turbo-Abi - nicht auf dem Rücken unserer Kinder!

Zum Schulbeginn nach den Osterferien haben die Vorsitzende der Grünen NRW, Daniela Schneckenburger, und die schulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer, vor dem Landtag ein Mahnmal, und zwar die Skulptur der geknechteten Schülerin, enthüllt. Dabei erklärte Daniela Schneckenburger:

"Die Landesregierung braucht ein ständiges Mahnmal, um nicht zu vergessen: Dieses Turbo-Abi wollen in NRW weder Kinder, noch Eltern, noch Lehrer und Lehrerinnen. Es kann eigentlich nur als schlechter Aprilscherz gemeint sein. Denn: Schulministerin Sommer hat die Gymnasien nicht vorbereitet - das rächt sich jetzt bitter. Eltern und Kinder spüren zunehmend, dass die Lehrpläne nicht entschlackt wurden, dass kein Ganztagsunterricht an Gymnasien eingeführt wurde, dass notwendige Lehrerstellen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen fehlen. Kindern schaden Tage mit sieben oder acht Unterrichtsstunden ohne Pausen, Kindern schadet ein völliger Verlust von Freizeit. Sie brauchen mittags eine warme Mahlzeit und keinen Stress, der krank macht. So funktioniert Schulzeitverkürzung nicht, Frau Sommer!"

Daniela Schneckenburger und Sigrid Beer vor dem Mahnmal

Die schulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer, erklärte:

"Den Schülerinnen und Schülern, die vom schwarz-gelben G8 heimgesucht werden, muss man in der Tat ein Mahnmal widmen, denn sie sind nicht nur die Leidtragenden der Schulzeitverkürzungsstümperei in der Sekundarstufe I, sondern es erwischt sie auch mit der unausgegorenen Oberstufenreform eiskalt, und sie geraten als erste in den Kampf um Studienplätze und Ausbildung im Abi-Doppeljahrgang."

Die Grünen in NRW wollen ein Modell der Schulzeitverkürzung, das den Unterricht in der Oberstufe verdichtet und eben nicht in der Sekundarstufe I. Wäre die sechsjährige Sekundarstufe I an allen Schulformen geblieben, wäre zudem die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen gewahrt geblieben. Die Grünen NRW fordern u. a. die Reduzierung der Unterrichtsinhalte, den Ausbau der Sekundarstufe I zur echten Ganztagsschule in allen Schulformen, die Verankerung eines Rechts auf eine warme Mahlzeit, Kooperationen mit außerschulischen Partnern für die Sekundarstufe I sowie die Einbindung multiprofessionellen Personals.

Der Landesvorstand der Grünen NRW wird auf der Landesdelegiertenkonferenz in Hamm (12./13. April) eine Resolution zur Beschlussfassung vorlegen, die o. g. Kernpunkte enthält.

Die Aktion vor dem Landtag ist der Auftakt einer Serie von ähnlichen Aktionen und Veranstaltungen in Städten und Gemeinden in NRW, die bis zu den Sommerferien andauern soll. Dabei wollen die Grünen mit Kindern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern ins Gespräch kommen sowie Probleme und Lösungen benennen - mit dem Ziel, dass das Schulministerium umgehend Maßnahmen einleitet, um den Druck von Kindern und Jugendlichen zu nehmen.

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Andrea Rupprath
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