Schulministerin muss Farbe bekennen

11.05.2008

Wochenspiegel Paderborn

Kleine Klassen in der Grundschule

Paderborn. Zu der "Klarstellung" der Landesregierung hinsichtlich der Größen von Grundschulklassen, erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

"Am 22.4.08 musste das Schulministerium die Notbremse ziehen. Wieder einmal gingen Eltern auf die Barrikaden. Sie wehrten sich erfolgreich dagegen, dass im ersten Schuljahr Klassen bis zu 35 Kindern sitzen sollten. Die Landesregierung hat die Regelmindestzahl für eine Klassenbildung auf 18 Kinder gesetzt. Sie kann jetzt nicht so tun, als hätte sie nichts damit zu tun. Und es funktioniert auch nicht, den Bezirksregierungen und Schulämtern den schwarzen Peter zuzuschieben, als hätten diese nicht lesen können.

Der Erlass vom Staatssekretär war als Beruhigungspille schnell gescheitert. Denn die Landesregierung bezog ihre "Klarstellung" ausdrücklich nur auf die Eingangsklassen. Angesichts fehlender Lehrerstellen, kündigen viele Schulen den Eltern nun an, dass sie dann in den Jahrgängen 2-4 größere Klassen bilden müssten.

Die Eltern durchschauen die Spielchen und lassen sich kein "X" für ein "U" vormachen. Wir fordern von der Landesregierung: Im kommenden Schuljahr sollen die Klassen in allen Jahrgängen nicht mehr als 30 Schülerinnen und Schüler haben. Zudem dürfen die sinkenden Schülerzahlen in den Grundschulen nicht weiter zum Abbau von Lehrerstellen genutzt werden. Die Schüler-Lehrer-Relation muss deutlich verbessert und kleinere Klassen ermöglicht werden. Der Abbau von mehr als 400 Stellen im Grundschulbereich im laufenden Schuljahr ist dabei ein falsches Signal. Die schwarz-gelbe Koalition muss sich am 14.5. erklären, wie sie es wirklich hält mit den Klassengrößen in der Grundschule."

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.