Landtag lehnt sofortiges Aus für Kopfnoten ab

14.05.2008

Der Westen

Düsseldorf. Die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag ist mit ihrem Versuch gescheitert, die Kopfnoten auf Abschlusszeugnissen zu stoppen.

Schüler in Nordrhein-Westfalen, die im nächsten Monat die Schulen verlassen, erhalten wie geplant auf den Abgangszeugnissen Kopfnoten für ihr Arbeits- und Sozialverhalten. Der Düsseldorfer Landtag lehnte am Mittwoch mit den Stimmen der CDU/FDP- Koalition einen Eilantrag der SPD ab, den «Kopfnotenerlass» unverzüglich außer Kraft zu setzen. Schulministerin Barbara Sommer (CDU) sagte zu der SPD-Forderung: «Zu diesem Zeitpunkt werden wir nichts dergleichen tun.»

Seit diesem Schuljahr erhalten die Schüler in Nordrhein-Westfalen sechs Noten für ihr Arbeits- und Sozialverhalten. Diese Regelung gilt auch für Schulabgänger. Sommer sagte, bevor überhaupt über Korrekturen an dem Verfahren gesprochen werden könne, müssten die Erfahrungen mit den Kopfnoten gründlich ausgewertet werden. «Das wird nicht übers Knie gebrochen.» Außerdem bestehe kein Zeitdruck. Die Abschlusszeugnisse seien in aller Regel nicht die Bewerbungszeugnisse, die die Schüler bei der Lehrstellensuche vorlegten. Zudem habe es jeder Schüler selbst in der Hand, Noten für sein Arbeits- und Sozialverhalten zu bekommen, «auf die er stolz sein kann».

SPD und Grüne halten die Kopfnoten auf Abschlusszeugnissen für rechtlich angreifbar. Es drohe deshalb ein Flut von Widersprüchen. Das Ministerium müsse deshalb dem «Spuk mit den Kopfnoten» ein Ende setzen, sagte SPD-Schulexpertin Renate Hendricks. Auch die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, forderte Sommer auf: «Ziehen Sie die Reißleine.»

 

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