Protest am Mahnmal für geknechtete Schüler

20.05.2008

© 2008 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Grüne fordern, „Turbo-Murks“ zu stoppen

Paderborn (ig). Es ist aus Pappmachee und von einem Wagenbauer für den Düsseldorfer Karneval. Doch damit hört der Spaß auch schon auf. Das „Mahnmal für die geknechtete Schülerin“, das Sigrid Beer, bündnisgrüne Schulexpertin im NRW-Landtag aus Paderborn, am Samstag in der Westernstraße als Blickfang aufstellte, hat nämlich einen Hintergrund, der für die Betroffenen alles andere als lustig ist: Wachsender Stress bei Kindern durch die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr.

„Wir fordern die Landesregierung auf, den Turbo-Murks zu stoppen und ein schülergerechtes Modell für das achtjährige Gymnasium zu erarbeiten,“ machen sich die Grünen zum Fürsprecher vieler Schüler und Eltern. Sigrid Beer: „Zuletzt haben sich auch vier Schulpflegschaften von Paderborner Gymnasien und die des Bürener Liebfrauen-Gymnasiums für eine zusätzlich Option auf neun Jahre Gymnasium ausgesprochen.“

Hauptkritikpunkt am „Turbo-Abi“: Die Schulen seien nicht auf die Verkürzung vorbereitet, die Lehrpläne nicht entschlackt worden. Bis zu 33 oder 34 Wochenstunden in der fünften und siebten Klasse ließen den Kindern keine Zeit mehr für Freunde, Hobbys und Entspannung – und das ausgerechnet kurz vor oder in der Pubertät. Viele Eltern könnten sich auch die Nachhilfe, die immer mehr Kinder brauchen, um den Stoff zu bewältigen, nicht leisten.

Mittel gegen die Misere könnten entschlackte Unterrichtsinhalte in neuen Kernlernplänen mit entsprechenden neuen Unterrichtsmaterialien und obligatorischer Ganztagsunterricht mit warmem Mittagessen auch an Gymnasien sein. Außerdem, so Sigrid Beer, fordere man die Wahlmöglichkeit für Eltern, so dass Kinder auch an Gymnasien – und nicht nur an Gesamtschulen – wie bisher in 13 Jahren Abitur machen können.

 

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