Grüne sehen reichlich Zoff statt schöner Ziele

28.05.2008

Westfalen-Blatt

Laut SPD späte Anerkennung für eigene Weichenstellungen kurz vor der
Abwahl 2005

Biefeleld (WB/rb). Anhaltende Kritik der Opposition, Zufriedenheit bei den Regierungsparteien angesichts des seltenen Lobs hat der Schul-Check des Instituts der deutschen Wirtschaft ausgelöst.

Die Bildungsexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer, meinte, aus den Schulen bekämen CDU und FDP keinesfalls gute Noten, sondern »Zoff« wegen Kopfnoten, »vermasseltem Zentralabitur« und »Ganztag ohne Ganztagsausstattung«. Individuelle Förderung bleibe Papierform im Schulgesetz. Die Paderborner Landtagsabgeordnete: »Schöne Ziele sind schnell formuliert. Auf die Umsetzung kommt es an.«
Dagegen führte die SPD die guten Noten auf rot-grüne Weichenstellungen der Vorgängerregierung zurück. Gelobt worden seien »Erfolgsprojekte, die auf unser Konto gehen«, meinte die schulpolitische Sprecherin der Fraktion, Renate Hendricks.
CDU-Schulsprecher Klaus Kaiser: »NRW hat seine Hausaufgaben vorbildlich gemacht.« Man sei auf dem richtigen Weg zum Bildungsland Nummer eins. Jetzt gelte es, das Ganztagsangebot an Gymnasien und Realschulen auszubauen.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) bemängelte, dass die Landesregierung nicht bereit sei, Schulversuche zu bewilligen, die der strukturellen Weiterentwicklung des Schulwesens dienen. Die Initiative Neue soziale Marktwirtschaft habe den Auftrag, so VBE-Chef Udo Beckmann, »eine positive Stimmung für wirtschaftsliberale Reformen zu verbreiten«.

Eine glatte 2 erhielten in der bundesweiten Studie: NRW, Hessen, Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Weil NRW nach Punkten etwas vor den Anderen lag, gilt es als Gesamtsieger. 2- bekamNiedersachsen. Mit 3+ schnitten Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ab. Am Ende des Rankings finden sich Bremen, Saarland und Thüringen, die noch eine glatte »3« bekamen.

 

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