GRÜNE: Studierende müssen für Praxis künftig selbst bezahlen

24.06.2008

Zu den heute vorgestellten Plänen der Landesregierung zur Reform der Lehrerausbildung erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

„Nach langem Gerangel zwischen den Ministerien über die Zukunft der Lehrerausbildung gibt es noch keine Entwarnung. Die Qualität und Quantität der Lehrerausbildung ist mit großen Fragzeichen versehen.

Die viel beschworene neue Praxisnähe ist konzeptionell nicht ausgereift. Es reicht nicht aus, Überschriften zu produzieren. Es muss tatsächlich eine Qualitätsverbesserung stattfinden. Vorerst ist nur klar, dass Schulen, Seminare und Hochschulen enorme Umstellungsprozesse verkraften müssen und mit neuen Aufgabenpaketen konfrontiert werden. Die Konsequenzen für alle Beteiligten sind noch gar nicht absehbar.

Gespart wird am Gehalt für angehende Lehrkräfte, denn im Referendariat wird Zeit gekürzt. Die Kosten für die neuen Praxisphasen im Studium dürfen die Studierenden nun selbst bezahlen.“

Dr. Ruth Seidl, hochschulpolitische Sprecherin, ergänzt:

„Die Absicht, die Lehrerbildung an den Hochschulen durch eigenständige Zentren und mehr Fachdidaktik zu stärken, ist grundsätzlich zu begrüßen. Wir fragen uns jedoch, mit welchen Instrumenten und Mitteln die Landesregierung diese Pläne realisieren will, insbesondere weil sie mit dem so genannten Hochschulfreiheitsgesetz alle Einflussmöglichkeiten aus der Hand gegeben hat."



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