Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht

03.07.2008

Neue Westfälische

Grünen-Abgeordnete Beer ist gegen Calden-Ausbau

Warburg/Calden (pur). Die Paderborner Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Sigrid Beer, reiht sich in die Gruppen ein, die gegen den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden protestieren.

"Das jüngste Verwaltungsgerichtsurteil in Hessen ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Es sind noch längst nicht alle Möglichkeiten zur Verhinderung dieses unsinnigen Vorhabens ausgeschöpft", betonte sie gestern in einer Stellungnahme gegenüber der Neuen Westfälischen. Die Bürgerinitiativen (BI) gegen den Ausbau des jetzigen Verkehrslandeplatzes zu einem Regionalflughafen wollen, sofern eine Revision zugelassen wird, weiterklagen (wir berichteten). Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen erhofft sich Beer dabei vor allem "eine weitsichtige und vernünftige Entscheidung, die nicht an der hessischen Landesgrenze aufhört. Ich halte es für notwendig, die Europäische Union (EU) einzuschalten", wie sie meint.

Der Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt schreibe schwarze Zahlen. Durch den mit mindestens 100 Millionen Euro öffentlich subventionierten Flughafen Calden würde Paderborn unweigerlich in die roten Zahlen getrieben - "das ist mit EU-Recht nicht zu vereinbaren", ist sich Beer sicher. Ihrer Meinung nach helfe es auch nicht, den Flughafen Kassel-Calden als Sanierungsmaßnahme zu tarnen: "Hier geht es glasklar um einen Neubau. Weiter muss der geplante Bau der Bundesstraße 7 genauer unter die Lupe genommen werden: Der Bau dient lediglich einer Heranführung an den geplanten Flughafen Calden. Hier ist zu prüfen, inwiefern dieser Straßenbau nicht schon als verdeckte Subvention zu bewerten ist. Die neue Trasse ist zudem so nicht notwendig, denn auch der Luftverkehrswegeplan sieht für Kassel keinen neuen Regionalflughafen vor. Hier muss Bundesminister Tiefensee beide Planungen aufeinander abstimmen und die Straßenbaumittel für diese Planung stoppen.

Wir müssen alles dafür tun, dass der Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt nicht wieder am Subventionstropf des Kreises hängt", so die Abgeordnete. In Anbetracht steigender Kerosinpreise und der Krise der Airlines kämen ohnehin harte Zeiten auf die Flughäfen zu. Die Zeit der Billigflieger neige sich dem Ende zu: "Und das ist gut so. Die realen Flugpreise inklusive Klimakosten müssen sichtbar sein. Der Flughafen Dortmund ist schon in der Krise. Bisher hat Paderborn die Dumpingpreisanbieter vermieden - wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt."


 

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