Grüne: Zweiklassen-Recht bei Kopfnoten abschaffen

08.07.2008

Zur aktuellen Kopfnoten-Diskussion erklärt die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann MdL:

"Die Andeutung von Herrn Stahl, die Kopfnoten zu überdenken, ist der misslungene Versuch, von dem Sommer-Chaos abzulenken, das seit langem im Schulministerium herrscht. Die Änderungen, die er nun ankündigt, sah der grüne Gesetzentwurf bereits vor, den CDU und FDP wider besseres Wissen in diesem Jahr abgelehnt haben. Zudem käme die Lernfähigkeit der Koalition mal wieder sehr spät, zu viele Lernende, Lehrende und Eltern haben inzwischen unter der völlig verfehlten Schulpolitik leiden müssen."

Die bildungspolitische Sprecherin Sigrid Beer MdL ergänzt:

"Die CDU-Fraktion merkt endlich, was die Stunde geschlagen hat. Die Proteste von Eltern, Schülern und Schülerinnen lassen auch in den Schulferien nicht nach. Wie sinnvolle Rückmeldungen zum Arbeits- und Sozialverhalten gemacht werden, zeigen etwa die kirchlichen Schulen, die sich mit Erfolg gegen den Zwang zur Kopfnotenvergabe gewehrt haben.

Pikant ist, dass wohl ausgerechnet der Sohn des Staatssekretärs Winands von Kopfnoten mindestens im Halbjahreszeugnis an seiner privaten katholischen Schule verschont blieb. Winands wollte mit der Dienstaufsicht gegen jede Schule vorgehen, die gegen die Kopfnoten Widerstand leistet. Unter welchem Druck diese Schule nun zur Vergabe der Versetzungs- und Abschlusszeugnisse gestanden hat, werden wir in einer Kleinen Anfrage ermitteln.

Die Freiheit, die der Staatssekretär den Schulen in kirchlicher Trägerschaft aufgrund eines Rechtsgutachtens einräumen musste, muss für alle Schulen ab dem ersten Schultag des neuen Schuljahres gelten. Hier darf es kein Zweiklassen-Recht geben!"



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