Neues Mensa-System der Gesamtschule Elsen

12.08.2008

Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Freie Auswahl ohne Vorbestellung

Neues Mensa-System der Gesamtschule Elsen soll bald Schule machen

Paderborn-Elsen (NW). Schon die Probeessen für Schüler, Lehrer und Eltern vor den großen Ferien waren auf enorme Resonanz gestoßen. Mit dem Start ins neue Schuljahr wurde gestern an der Gesamtschule Elsen endgültig das neue Mensa-Zeitalter eingeläutet.

Das Neue am neuen System: Die Gesamtschüler können jetzt mittags die Komponenten ihrer Mahlzeiten ohne Beschränkungen individuell zusammenstellen. Und vorbestellt werden muss auch nicht mehr. Täglich gibt es zur freien Auswahl ein Tellergericht, eine Salatbar mit verschiedenen Rohkostangeboten und zwei Dressings, eine Nudelbar mit zwei Nudelsorten, zwei Saucen, „Snack“-Komponenten wie z. B. Minipizza oder Quarkspeise sowie Obst und Wasser als Getränkeangebot. Dazu kommt die „Suppe der Woche“.

Realisiert wurde das neue System durch den Verein der Eltern und Förderer der
Gesamtschule Paderborn-Elsen. Er betreibt die Mensa in Eigenregie. Zugang zur Mensa erhalten die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte mit einem Ausweis mit Lichtbild im Scheckkartenformat. Der kleine Chip in der Ausweiskarte beherbergt keine personenbezogenen Daten, sondern nur eine Abonnement-Kennzahl. Eine Spezialsoftware erledigt die Kontrolle über die Abonnementzahlungen im Hintergrund.

Das neue Abo-System ermöglicht es nach Angaben von Sigrid Beer, „die Preise
familienfreundlich zu gestalten und sozial sensibel zu staffeln“. So kostet das Essen für alle fünf Schultage der Woche 39 Euro, für vier Wochentage 33 Euro pro Monat. Geschwisterkinder erhalten eine Ermäßigung. Die Familien im Arbeitslosengeld II-Bezug, die am Landesprogramm „Kein Kind ohne Mahlzeit“ teilnehmen, zahlen 13 bzw. 10 Euro pro Monat.

In den Sommerferien wurden die letzten Vorbereitungen für den Einsatz des neuen Systems getroffen. Der Förderverein, der von Anfang an auf eine gesundheitsfördernde Verpflegung in der Ganztagsschule setzte und dafür über die Jahre mehr als 60.000 Euro investierte, nahm für das neue Büffetsystem erneut eine Menge Geld in die Hand. Die Stadt sorgte für Zuleitungen und Anschlüsse und erweiterte die Lagerkapazitäten.

Bei den Probessen hatte sich die Salatbar als „richtiger Hit“ (Beer) entpuppt. Der Zuspruch war so groß, dass der Förderverein noch während der Sommerferien eine zweite Einheit orderte, damit es keine Drängelei an der Rohkosttheke gibt. Mit mehr als 400 Abonnements startete die Mensa ins neue Schuljahr . Das Organisationskonzept und die Technik in Elsen seien eine Weiterentwicklung des Kasseler Modells, „die das System aus unserer Sicht noch besser übertragbar macht“, merkte Sigrid Beer an. Der Förderverein beschäftigt schon seit geraumer Zeit sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Mensa, vorzugsweise Eltern aus der Schulgemeinde. So ist auch Mensaleiter Stefan Striegl, Vater von zwei Töchtern an der Gesamtschule, nicht nur ausgebildeter Koch, der im früheren Paderborner Restaurant „Schweizer Haus“ gelernt hat. Er bringt auch Erfahrung in der Gemeinschaftsverpflegung und als Verwaltungsleiter in seine Tätigkeit ein.

Der neue fünfte Jahrgang der Gesamtschule – das gehört zu ihrem pädagogischen Konzept – nimmt geschlossen am Essen teil. Alle Schüler leisten zudem einen Beitrag zu Gelingen der Essensversorgung durch den so genannten Mensadienst. Sie kümmern sich dabei darum, dass das benutzte Geschirr ordnungsgemäß für das Spülen zurückgebracht und sortiert wird.

Die Übernahme von Verantwortung wird in der Gesamtschule als besonderer Wert begriffen. Der erfolgreiche Start des neuen Systems ist für die Fördervereins-Vorsitzende „das größte Kompliment für alle, die sich in der Vorbereitung ehrenamtlich so ins Zeug gelegt haben“.

Sigrid Beer denkt bereits weiter: „So, wie wir von den Anregungen und Erfahrungen aus Kassel profitiert haben, so freuen wir uns, wenn das Konzept der Gesamtschule in Elsen jetzt Schule macht. Wenn die ersten Wochen erfolgreich durchgelaufen sind, kann das System auf andere Schulen übertragen werden.“

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.