Lernen mit leerem Magen geht nicht

14.08.2008

Westfalen-Blatt

Schüler wählen beim neuen Mensa-Konzept an der Gesamtschule Elsen

Paderborn (WV). Die Gesamtschule Elsen startet mit einem neuen Mensa-System in das Schuljahr.

Schüler können sich die Mahlzeiten nach ihren Wünschen zusammenstellen.
Das Essen muss von den Schülern künftig nicht mehr vorbestellt werden. Täglich können sie nun zwischen einem Tellergericht, Salaten mit Rohkostangeboten und zwei Dressings, zwei Nudelsorten sowie zwei Saucen wählen. Außerdem bereichern Snacks, Obst und Suppe das Angebot. Zugang zur Mensa erhalten die Schüler und die Lehrkräfte mit einem Ausweis mit Lichtbild.

»Durch das neue Abo-System können wir die Preise familienfreundlich gestalten und sozial staffeln«, sagt Sigrid Beer, Vorsitzende des Vereins der Eltern und Förderer der Gesamtschule Elsen. So kostet das Essen an allen fünf Tagen in der Woche 39 Euro, an vier Tagen in der Woche 33 Euro pro Monat.

Geschwisterkinder erhalten zudem eine Ermäßigung. Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen und am Landesprogramm »Kein Kind ohne Mahlzeit« teilnehmen, zahlen 13 beziehungsweise zehn Euro pro Monat. Realisiert wird das Angebot durch das Engagement des Fördervereins, der die Mensa in Eigenregie betreibt.

Auf einer Tagung hatte Sigrid Beer, die 1989 gemeinsam mit anderen Eltern die Gesamtschule Elsen ins Leben gerufen hat, das mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnete Mensa-Konzept einer Schule in Kassel kennengelernt. Der Verein beschäftigt sieben Mitarbeiter in der Mensa, die sich vorwiegend aus Eltern zusammensetzen. Mensaleiter Stefan Striegl, Vater von zwei Töchtern an der Schule, ist sogar ausgebildeter Koch.

Die Stadt sorgte dafür, dass Anschlüsse funktionieren und die Lagerkapazitäten erweitert werden. Insgesamt hat der Förderverein der Gesamtschule in den vergangenen Jahren mehr als 60 000 Euro in die Schulverpflegung investiert. Sigrid Beer: »Das Lernen funktioniert nicht mit leerem Magen. Es kommt darauf an, was gegessen wird«.

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.