Opposition: Ministerin diffamiert die Gesamtschule

28.08.2008

DERWESTEN
Von Christoph Meinerz

Hitzige Debatte im NRW-Landtag

Düsseldorf. SPD und Grüne haben NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) vorgeworfen, Gesamtschulen zu diffamieren. Bei einer zum Teil sehr emotional geführten Debatte im Landtag bezogen sich die Oppositionspolitiker dabei auch auf die von Sommer im WAZ-Interview (Donnerstagsausgabe) erhobene Forderung, es dürfe in Nordrhein-Westfalen kein "Zwei-Klassen-Abitur" geben. Zudem sei das Gesamtschul-Abitur in der öffentlichen Wahrnehmung "leider weniger wert".

"Schüler fühlen sich in ihren Leistungen entwertet, Eltern sind entrüstet und aufgebracht", sagte Grünen-Schulexpertin Sigrid Beer. Die frühere NRW-Schulministerin Ute Schäfer (SPD) bezeichnete Sommer wegen "ihrer chaotischen Politik" als "angeschlagen". Ihre "Attacke gegen die Gesamtschulen" sei "ein pures Ablenkungsmanöver".

Sichtlich erregt, beschimpfte Ministerin Sommer daraufhin die Oppositionspolitiker als "Miesmacher" und "Ewiggestrige". Sie bringe Gesamtschulen nicht in Verruf, sondern arbeite nur das rot-grüne Erbe auf. "Haben Sie nie ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn junge Leute beim Bewerbungsgespräch hören mussten: Du kommst nur von der Gesamtschule, das ist doch nur ein Abi-light?", fragte Sommer in Richtung SPD und Grüne. Ihr Ziel sei es, Gesamtschülern gleiche Chancen zu ermöglichen wie Gymnasiasten. "Sie haben die Kluft vergrößert", warf sie der Vorgängerregierung vor.

 

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