Beer übt Kritik an Sitzenbleiber-Projekt

23.09.2008

2008 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung
VON MATTHIAS BUNGEROTH

Start mit 30 Schulen in Ostwestfalen-Lippe

Detmold/Paderborn. Auf Kritik der Opposition im Landtag ist das Programm des NRWSchulministeriums gestoßen, mit dem Ministerin Barbara Sommer (CDU) die Zahl der Sitzenbleiber an weiterführenden Schulen reduzieren will. Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion aus Paderborn, kritisierte, dass pro Schule, die am Projekt „Komm mit! – Fördern statt Sitzenbleiben“ teilnimmt, lediglich 0,3 Lehrerstellen pro Schuljahr investiert werden sollen. „Das ist einfach zu wenig, wenn man grundsätzlich an das Thema heran will“, so Beer.

Die Landtagsabgeordnete erinnerte daran, dass noch immer rund die Hälfte der ausfallenden Fachunterrichtsstunden von fachfremden Lehrern vertreten würden. Dies gehe zu Lasten der Schüler. „Wie da fachliche Defizite ausgeglichen werden sollen, steht in den Sternen.“

Heute wurde Schulleitern in Detmold die Initiative vorgestellt. In das auf drei Jahre angelegte Programm sind in OWL 30 weiterführende Schulen eingebunden (3 Haupt-, 11 Real-, 3 Gesamtschulen, 13 Gymnasien), wie Rainer Wittmann, Schuldezernent bei der Bezirksregierung, auf Anfrage mitteilte. Wittmann nannte es „erfreulich, dass unsere Schulen ein großes Interesse daran zeigen, dieses Problem zu bearbeiten“.

Nach Wittmanns Auskunft ist die Sitzenbleiberquote in den 7. bis 9. Klassen im Land von 4,5 Prozent im Jahr 2001 auf 3,1 Prozent im Jahr 2008 gesunken. Für Schüler sei ein Extra-Schuljahr „nicht nur ein Jahr Lebensverlust, sondern auch eine psychologische Belastung“. In OWL wurden zu Beginn des Schuljahrs 2007/2008 an allen Schulformen insgesamt 4.674 Schülerinnen und Schüler nicht versetzt, hinzu kamen 3.363 freiwillige Wiederholer, so das Landesamt für Statistik.

 

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