Historische Chance für Paderborn verpasst

01.10.2008

2008 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Bündnisgrüne zur SPD-Kandidatenkür

Paderborn. Die Grünen sehen bei der Kommunalwahl 2009 eine historische Chance, den CDU Bürgermeister abzulösen. Die Unzufriedenheit mit dem Amtsinhaber Heinz Paus, der gewillt ist wieder anzutreten, sei in Paderborn „mit Händen zu greifen“, betonen die Grünen: „Und das nicht nur in den Reihen der Opposition. Bis weit hinein in das CDU-Lager rumort es gewaltig.“

Eine wirkliche Chance gebe es aber nur dann, wenn die Opposition nur eine Kandidatin oder einen Kandidaten ins Rennen schickt und sich nicht zersplittere. Nach den Vorstellungen der Grünen sollte dies eine Person sein, die eine breite Zustimmung in der Bevölkerung jenseits von gängiger Parteiarithmetik erreichen könne.

Um die personellen Alternativen und das Programm den Bürgerinnen und Bürgern in Paderborn vorstellen zu können und schließlich die stärkste Person antreten zu lassen, hatten die Grünen, wie berichtet, einen Vorwahlkampf und eine wissenschaftlich begleitete repräsentative Befragung für Paderborn vorgeschlagen.

Günther Bunte Esders, Sprecher der Grünen in Paderborn, unterstreicht: „Nach unserer Überzeugung hätten alle Oppositionsparteien davon profitiert, Denn Themen und Personen wären sehr früh in der Stadt im Gespräch gewesen. Und es hätte den demokratischen Prozess zudem gut getan. Schließlich hätten die Paderborner erstmalig die Chance gehabt, über Parteigrenzen hinweg und auch ohne Parteizugehörigkeit mitzumachen bei der Kandidatenauswahl. Schade, dass es so schwer ist, über den eigenen ideologischen Schatten zu springen. Da spricht die DIP lieber von einem Witz und die SPD von natürlichen Vorrechten der größeren Oppositionspartei.“

Das Ziel, die politische Zeitenwende in Paderborn hinzubekommen, zu der unvermeidlich auch der Wechsel an der Spitze im Rathaus gehöre, gerate dabei ins Abseits. „Heinz Paus kann sich schon mal gemütlich zurücklehnen“, meint Bunte Esders. Und Landtagsabgeordnete Sigrid Beer ist sich sicher: „Mit der Entscheidung der SPD, den eigenen Bürgermeisterkandidaten nicht einem Vorwahlkampf ziehen zu lassen, wird eine große Chance verpasst. In Paderborn herrschen bayerische Verhältnisse mit selbstherrlichem Machtgehabe. Dass es gelingen kann, diese endlich ein für alle mal zu beenden, konnten wir am Sonntag erleben. Eine andere Politik in Paderborn – jenseits der klassischen parteipolitischen Reflexe – ist möglich. Dafür werben wir Grünen. Daran werden wir weiterhin zielstrebig arbeiten.“

 

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