Beer: Flickschusterei beim Turbo-Gymnasium geht weiter

01.10.2008

Neue Lehrpläne auf Kosten der Kinder und Kommunen

Zu den von Schulministerin Barbara Sommer vorgestellten neuen Lehrplänen für das Abitur nach zwölf Jahren erklärt Sigrid Beer MdL, schulpolitische Sprecherin:

„Bei der stümperhaften Schulzeitverkürzung der schwarz-gelben Landesregierung ist das Ende noch nicht abzusehen. Es ist zu befürchten, dass das Lernen im Gleichschritt und in Gleichförmigkeit stattfindet und zur Faktenhuberei verkommt. Es reicht nicht, in Lehrplänen den Begriff der 'Kompetenzen' einzuführen. Kompetenzorientiertes Unterrichten will gelernt sein, die notwendigen Fortbildungen fehlen aber.

Es bedarf einer breiten Verständigung über das, was Schülerinnen und Schüler in den Schulen lernen und was sie können sollen, damit sie im Leben und im Beruf bestehen können. Nun geben die Schulbücher vor, was unverzichtbar für den Unterricht sein soll und was nicht.

Wirklich neues Lernen braucht Zeit und einen anderen, entspannteren Rhythmus. In den Schulen herrschen aber Hektik, Stress und Druck vor. Das Ganztagsprogramm für gerade einmal 54 Gymnasien pro Schuljahr ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Schulzeitverkürzung mit ihren Folgen trifft schließlich alle 628 Gymnasien. Die Schulträger stöhnen unter den finanziellen Belastungen. Denn das Land lässt sie bei dem Ganztagsausbau inklusive des Mittagessens weitgehend im Regen stehen. Viele Kommunen werden sich von daher die neuen Schulbücher gar nicht leisten können. Also wird es einen landesweiten Flickenteppich bei der Schulbuchversorgung geben.

Die Hauptleidtragenden bleiben die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und vor allem die Kinder. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit gesundheitlich bedenklichen Symptomen von Schulangst, Versagensängsten und Schulstress nimmt zu."



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