Eltern beklagen sich beim Landtag

14.10.2008

nw-news.de
VON HOLGER KOSBAB

Petition soll über aktuellen Missstand an der Theodorschule informieren / Dezernent Walter kommt zum Tag der offenen Tür am Samstag

Paderborn. Die aktuelle Situation an der Theodorschule ist für Eltern, Lehrer und Schüler nur schwer tragbar. Nach einem Jahr mit kommissarischer Leitung wechselt seit Sommer die Spitze alle drei Monate von einer Lehrkraft zur nächsten. Während die Stadt Paderborn als Schulträger die Leiterstelle neu ausschreiben möchte, sieht die Bezirksregierung hierzu keinen Anlass, da offiziell die durchgehende, an der Theodorstraße nicht gegebene Zweizügigkeit vorliegen müsse. Mit einer Petition an den Landtag wenden sich die Elternvertreter in Kürze an den Landtag und unterstreichen ihren Wunsch nach einer eigenen Leitung für die Grundschule im Stadtzentrum.

"Wir Eltern setzen viel darauf und hoffen", sagte die Elternpflegschaftsvorsitzende Angelina Berisha-Gawlowski, die den Petitionsausschuss im Namen aller Eltern anschreibe. Ihre Vorgängerin hatte bereits Schulministerin Barbara Sommer bei einem Besuch in Delbrück einen Brief in die Hand gedrückt. Die Paderborner Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (Grüne), die zugleich stellvertretende Vorsitzende des NRW-Petitionsausschusses ist, hatte diese Idee angeregt. "Die Erfolgsaussichten sind groß", glaubt Berisha-Gawlowski, deren Tochter Sofia in die 3. Klasse geht.

In dem Schreiben an den Ausschuss betonen die Eltern die Besonderheiten der Schule und weshalb deren Erhalt notwendig sei. Die Gründe reichen über die reine Ansammlung verschiedenen Herkunftsländer hinaus hin zu echten Impulsen, die den Kindern mit auf den Lebensweg gegeben werden sollen. "Wir wollen die Kinder, die diese Schule besuchen, in ihren interkulturellen Kompetenzen fördern oder diese Fähigkeiten ausbauen", sagt die als Marketing-Managerin tätige studierte Diplom-Pädagogin Berisha-Gawlowski. "Die Leute müssen heute in der Lage sein, international erfolgreich und über fremde Kulturen hinweg miteinander kommunizieren zu können." Dies werde an der Theodorschule gelebt.

Am Tag der Offenen Tür – Samstag, 18. Oktober, 10 bis 13.30 Uhr – werden die Eltern ihre Position für den Erhalt der Selbstständigkeit deutlich machen und intensiv Werbung machen. Um 11.30 Uhr wird Paderborns Sozialdezernent Wolfgang Walter Fragen zur Lage der Schule beantworten.

"Das Engagement der Eltern stimmt hoffnungsvoll, sie sind sehr aktiv", sagt Walter. Anders als die Bezirksregierung geht er weiter davon aus, dass die Selbstständigkeit der Schule fortbestehen kann, auch wenn in die ersten beiden Jahrgänge nur einzügig sind. Außerdem gebe es Überlegungen zu weiteren Konzepten zum Erhalt der Schule. So wurde in Gesprächen mit den Grundschulen Georg und Karl über Verbund-Möglichkeiten geredet. Denkbar sei auch ein Schulkinderhaus – gemeinsam für Vorschul- und Grundschulkinder. Solche Möglichkeiten würden geprüft. "Unser Ziel ist es, den Standort weiter zu erhalten", betont Walter. "Aber letztlich ist es eine Abstimmung mit den Füßen." Sollten so viele Kinder angemeldet werden, dass es zwei Klassen gibt, sei das Thema glücklicherweise vom Tisch.

Am Donnerstag, 16. Oktober, um 16 Uhr steht das Thema Theodorschule aber erst einmal auf der Tagesordnung des Schulausschusses. Die Sitzung im Raum 0.10 in der Verwaltung am Abdinghof ist öffentlich.

 

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