Beer: Die Bankrotterklärung der KMK

14.11.2008

Zum angekündigten Beschluss der Kultusministerkonferenz, die bundesweiten Bildungsstandards für die Hauptschulen in Mathematik und Englisch bis 2012 auszusetzen, weil ein Großteil der Schülerinnen das vereinbarte Mindestniveau nicht schafft, erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

„Das ist die Bankrotterklärung der KMK. Der Beschluss, die Überprüfung von Bildungsfortschritten an den Hauptschulen auszusetzen, ist ein Skandal und zudem verantwortungslos.

Die Hauptschulen sollen von Referenzwerten abgekoppelt werden, weil man unangenehme Ergebnisse befürchtet. Dies gleicht einer vollkommenen Bankrotterklärung und schiebt die Schülerinnen und Schüler auf ein Abstellgleis ohne Bildungsanspruch.

Hier wird eine neue Sonderschule geschaffen. Das ist der Todesstoß für die Hauptschule, die offiziell aus der Allgemeinbildung gekippt wird. Ganz übel wird es, wenn die Landesregierung dann auch noch propagiert, die Hauptschule wird gebraucht, weil sie die Integration der Migrantenkinder zu leisten habe.

Wer jetzt nicht die Reform des gegliederten Schulsystems anpackt und Schluss macht mit dem Aussortieren und Ausgrenzen, der versündigt sich an den Schülerinnen und Schülern.

Längeres gemeinsames Lernen schafft ein Lernumfeld, in dem Kinder mit unterschiedlichem Potential motiviert werden, ihre Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln. Der Aufbau von Gemeinschaftsschulen und die Neugründung von Gesamtschulen darf nicht auch in NRW weiter blockiert werden.

Diese Entwicklung bei den Hauptschulen müsste den letzten Ideologen des gegliederten Schulsystems die Augen öffnen und sie zur Umkehr bewegen.“



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