Grüne: Bildungsaufbruch statt Rosinenpickerei

18.11.2008

PISA-Erhebung 2006

Anlässlich der heute vorgestellten Ergebnisse des Ländervergleichs der PISA-Erhebung von 2006 (PISA-E) erklärt Sylvia Löhrmann MdL, Fraktionsvorsitzende:

"Offensichtlich ist es mit der Lesekompetenz von Ministerin Sommer nicht weit her. Nur so können wir uns das Umdeuten und das Schönreden der aktuellen Studie erklären. Die Landesregierung pickt sich die Rosinen aus den Vergleichsstudien heraus. Minimale Verbesserungen reklamiert sie für sich selbst, fortbestehende Probleme rechnet sie aber der rot-grüne Vorgängerregierung zu. Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir alle in der Schulpolitik stehen, ist dies unwürdig. Es zeigt, dass die Landesregierung nach wie vor die Verantwortung nicht angenommen hat. Ich fordere den Ministerpräsidenten auf, dem Vorschlag des Vorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, zu folgen und eine Bildungskonferenz in NRW einzuberufen. PISA-E zeigt erneut, dass wir in der Bildung Grabenkämpfe überwinden und gemeinsam pragmatische Wege zur Lösung unserer Probleme im Schulsystem finden müssen."

Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin: "Die Ergebnisse des Ländervergleichs zeigen: NRW braucht endlich einen echten Bildungsaufbruch. Schulministerin Sommer hatte für diese PISA-Erhebung konkrete Verbesserungen versprochen. Noch im Mai hatte sie die Parole ausgegeben, NRW sei 'bundesweit Spitzenreiter' in der Bildung. Ein Hohn, denn NRW hat sich nur minimal verbessert – im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Insbesondere Ländern, die auf Integration und die Zusammenführung der Bildungsgänge setzen, gelingt es, die Schere zwischen Herkunft und Bildungserfolg etwas zu schließen und die Leistungen zu verbessern. In NRW werden dagegen wieder mehr Schülerinnen und Schüler im Schulsystem durchgereicht und abgeschult. Diese Tendenz zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Schuljahr. CDU und FDP setzen bewusst auf eine Zwei-Klassen-Bildung in NRW. Das schadet den Leistungen der Schülerinnen und Schülern und dem sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft."

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