Reismann-Gymnasium erst im Jahr 2010 mit Ganztagsunterricht

05.12.2008

Sigrid Beer (MdL)

Zu dem Beschluss der Schulkonferenz des Reismann-Gymnasiums, den Ganztag erst 2010 einzuführen, und zu der unbesetzten SchulleiterInnenstelle an der Theodorgrundschule erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion:
"Dass nun das Reismann-Gymnasium erst im Jahr 2010 einen Ganztagsunterricht anbieten will, ist dem konzeptionslosen Hoppla-Hop der Landesregierung anzulasten. Die von der Landesregierung ohne konzeptionelle Grundlage übers Knie gebrochene Schulzeitverkürzung zur Erlangung des Abiturs (sogenanntes Turboabi) hat den Schulen und Schulträgern den erzwungenen Ganztag auf den Schulhof gekippt. Es fand vorab weder eine Überarbeitung der Lehrpläne, noch Ganztagsplanungen und auch keine Planungen zur Mittagsversorgung statt. Durch die wiederum kurzfristig angesetzte Beantragung von Investitionszuschüssen der schwarz-gelben Landesregierung zum Ausbau des Ganztags, mussten überstürzt Anträge gestellt werden, um die Fristen vor Jahresschluss einhalten zu können.
Gut organisierter Ganztag, an dem die ganze Schule mitwirkt und der in akzeptablen Räumen stattfinden kann, braucht aber in der Tat eine Vorbereitungszeit.
Enttäuschung wird sich bei den Eltern breit machen, die insbesondere im Übergang ihrer Kinder von der Offenen Ganztagsschule zur weiterführenden Schule auf den Ganztag setzen. Aber auch die Eltern, die ihren Kindern die Chance geben wollten, das Turboabi unter den besseren Bedingungen eines Ganztags absolvieren zu können, sind dieser Entscheidungsmöglichkeit beraubt worden.
Es muss die Zeit genutzt werden, eine Elternbefragung hinsichtlich der Ganztagswünsche an den weiterführenden Schulen in Paderborn durchzuführen. Nur so kann auch nach dem zugrundeliegenden Bedarf geplant werden.
Aber auch an anderer Stelle müssen jetzt die Pflöcke für Paderborn eingeschlagen werden. Die Bezirksregierung soll laut Aussagen von Ministerin Sommer in Bielefeld die Schulleitungsstellen kleiner Grundschulen wieder ausschreiben und besetzen, soweit die Schulkonferenzen nicht Verbünde beschließen.
Was für Bielefeld gilt, dass muss auch in Paderborn umgesetzt werden. Damit kann Klarheit für die Zukunft der Theodorschule geschaffen werden."

 

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