So werden Schulstandorte gerettet

03.08.2010

Westfalen-Blatt

Landtagsabgeordnete Beer plädiert für Gemeinschafts- und Gesamtschulen

Kreis Paderborn (WV/pic). Gesamt- und Gemeinschaftsschulen bieten die Chance, gefährdete Schulstandorte im Kreis Paderborn zu sichern. Darauf hat gestern die Paderborner Grüne-Landtagsabgeordnete Sigrid Beer hingewiesen.

Sie forderte ihre beiden Paderborner Landtagskollegen Daniel Sieveke und Maria Westerhorstmann (beide CDU) auf, »jetzt auch die politische Kurve zu kriegen« und sich an einer zukunftsfesten Gestaltung der Schullandschaft im Kreis Paderborn zu beteiligen. Der rot-grüne Koalitionsvertrag biete den Kommunen im Kreis Paderborn neue Chancen zur Schulentwicklung, teilte Sigrid Beer mit. Nicht nur in Salzkotten, Delbrück, Altenbeken und Borchen stehe die Sicherung von Schulstandorten an. nicht nur dort werde über neue Schulkonzepte diskutiert. Beer: »Endlich werden die schwarz-gelben Blockaden gegen Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulkonzepte aufgehoben«.

Wer jetzt nicht die Zeichen der Zeit erkenne, der gefährde Schulstandorte in der Fläche des Kreises. Alle möglichen Schulabschlüsse sollten möglichst wohnortnah angeboten werden, leistungs- und bildungsgerecht auf hohem Niveau.

Sigrid Beer ist sicher, dass die Gemeinden bald konkrete Vorhaben auf den Weg brächten. Wichtig sei, dass die Gemeinschaftsschule alle bestehenden Schulabschlüsse ermögliche. Sie könne bei entsprechender Schülerzahl eine eigene Oberstufe anbieten oder mit einer bestehenden Oberstufe, sei es Gesamtschule oder Gymnasium kooperieren. Die Änderungen der Schulstruktur werde jedoch nicht von Düsseldorf aus verordnet, sondern im größtmöglichen Konsens vor Ort mit Kommunen und Schulen entwickelt. Viele Anträge auf Gründung von Gemeinschaftsschulen oder neuer Gesamtschulen lägen landesweit bereits jetzt vor, weiß die Landtagsabgeordnete.

Sigrid Beer: »Frau Westerhorstmann und Herr Sieveke haben nicht verstanden, dass schwarz-gelb auch wegen der verfehlten Schulpolitik abgewählt worden ist. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat das gut herausgearbeitet. Eine lohnende Lektüre für die CDU-Opposition in Düsseldorf«.«

 

zurück