Neue Chancen für die Schulentwicklung

02.08.2010

Sigrid Beer MdL
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der rot-grüne Koalitionsvertrag bietet den Kommunen im Kreis Paderborn neue Chancen zur Schulentwicklung. Nicht nur in Salzkotten, Delbrück, Altenbeken und Borchen steht die Sicherung von Schulstandorten an. Nicht nur dort wird über neue Schulkonzepte diskutiert. Endlich werden die schwarz-gelben Blockaden gegen Gesamtschulen bzw. Gemeinschaftsschulkonzepte aufgehoben.

Wer jetzt nicht die Zeichen der Zeit erkennt, der gefährdet Schulstandorte in der Fläche des Kreises. Alle möglichen Schulabschlüsse sollten möglichst wohnortnah angeboten werden, leistungs- und bildungsgerecht auf hohem Niveau. Ein solches Schulangebot öffnet mehr Kindern den Zugang zu einer besseren Bildung und wird dazu führen, die z. Zt. unterdurchschnittliche Abiturquote im Kreisgebiet anzuheben.
Die geltenden zentralen Standards und Qualitätsanalysen sichern die Qualität in allen Schulen. Sie gelten selbstverständlich auch für Gemeinschaftsschulen.
Ich bin mir sicher, dass in den Gemeinden bald konkrete Vorhaben auf den Weg gebracht werden.

Wichtig ist, dass die Gemeinschaftsschule alle bestehenden Schulabschlüsse ermöglicht. Sie kann bei entsprechender Schülerzahl eine eigene Oberstufe anbieten oder mit einer bestehenden Oberstufe, sei es Gesamtschule oder Gymnasium kooperieren.

Die Änderungen der Schulstruktur werden jedoch nicht von Düsseldorf aus verordnet, sondern im größtmöglichen Konsens vor Ort mit Kommunen und Schulen entwickelt. Viele Anträge auf Gründung von Gemeinschaftsschulen oder neuer Gesamtschulen liegen landesweit bereits jetzt vor. Eine Kontaktaufnahme und Beratung ist jederzeit möglich.

Frau Westerhorstmann und Herr Sieveke haben nicht verstanden, dass schwarz-gelb auch wegen der verfehlten Schulpolitik abgewählt worden ist. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat das gut herausgearbeitet. Eine lohnende Lektüre für die CDU-Opposition in Düsseldorf. Ich lade die beiden heimischen Abgeordneten ein, sich an
einer zukunftsfesten Gestaltung der Schullandschaft im Kreis Paderborn zu beteiligen. Die Eltern haben längst mit den Füßen für längeres gemeinsames Lernen abgestimmt. Die beiden CDU-Vertreter sollten jetzt auch die politische Kurve kriegen.

 

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